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| Archiv 2009 |
| Hier finden Sie alte Meldungen aus dem Jahr 2009. |
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| Kranichberingung 2009 – erste Ergebnisse |
10. Juli 2009 |
Das internationale Kranichberingungsteam war vom 15. bis 22. Juni 2009 in den Kreisen Parchim und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) tätig. Hier konnten nach den Vorgaben der European Crane Working Group 30 Kraniche mit Farbringen ausgestattet werden. Neun Vögel erhielten zusätzlich einen kleinen Radiotelemetriesender im Rahmen der Kranichpatenschaft. Mit den farbig markierten Vögeln können neue Fakten auf der Ebene des Individuums und der Population gewonnen werden. Dabei steht der Kenntnisgewinn über die Lebenserwartung, die Paartreue, den Fortpflanzungserfolg, das Brut- und Territorialverhalten, die Ausbreitung und Ansiedlung, die Zugwege, die Rastplätze sowie über die Winterquartiere der Zugvögel im Vordergrund.
Während der Geländearbeiten waren überall die drastischen Veränderungen in der landwirtschaftlichen Flächennutzung präsent. Wegen der Weltmarktlage konnten die Landwirte schon seit Herbst 2007 ihre gesamte Anbaufläche nutzen. Zuvor mussten sie im Rahmen der obligatorischen Flächenstilllegung zehn Prozent brachliegen lassen. Auch 2008/2009 konnten alle Äcker bestellt werden. Entsprechend fehlten viele naturnahe Brachen als Nahrungsfläche, welche Kranichfamilien in den Vorjahren nutzten. Die direkten Auswirkungen einer veränderten Nahrungsverfügbarkeit (Insektenvorkommen) auf den Reproduktionserfolg der Kraniche können noch nicht beziffert werden. Fest steht aber, dass in vielen Revieren die Kranichpaare ohne Junge angetroffen wurden. Durch den Brachflächenschwund ist zudem die Artenvielfalt in der Agrarlandschaft stark bedroht.
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Yuriy Andryushchenko (Ukraine, Azov-Black Sea Ornithological Station of Schmalhausen), Norman Donner (wiss. Mitarbeiter Kranich-Informationszentrum), Xavier Chauby (Kranich Ranger Reserve Nationale Arjuzanx, Südfrankreich) und Günter Nowald (Koordinator Kranichberingung, Leiter Kranich-Informationszentrum) entlassen einen farbig beringten Kranich wieder in die Freiheit (v.l.n.r.). (Foto: Dr. G. Nowald) |
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| Diavorträge im Kranichzentrum |
12. Mai 2009 |
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| Eröffnung der Ausstellung „Zauber der Kraniche“ in Dresden |
16. April 2009 |
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| Lutz Laemmerhold (Leiter der Lufthansa Umweltförderung) mit einem Grußwort zur Ausstellungseröffnung (Fotos: B. Walker, C.-A. v. Treuenfels (Kraniche)) |
Am 27.03.2009 wurde die Wanderausstellung „Zauber der Kraniche“ mit einer Vernissage in den Räumen der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden eröffnet.
Kraniche – seit Jahrhunderten faszinieren sie die Menschheit mit ihrer Anmut und Grazie. In vielen Kulturen als Symbol der Treue und des Glücks stehen sie für ein langes Leben und wurden so als Motiv auf vielen Kunstobjekten, wie Vasen, Keramiken und Textilien verwendet.
Die Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden zeigen bis 01. November 2009 im Japanischen Palais die bezaubernde Welt der Kraniche. Das Kernstück der Ausstellung bilden beeindruckende Großfotos der Fotografen Carl-Albrecht von Treuenfels und Sture Traneving aus allen Teilen der Welt, die die Vögel bei der Brutpflege, den unvergleichlichen Tänzen oder der Massenrast beim Vogelzug zeigen. Sieben der 15 Kranicharten, aufgestellt in Vitrinen, ergänzen das Gesamtbild des Kranichs in der Natur. Die Ausstellung „Zauber der Kraniche“ entstand in Kooperation mit Kranichschutz Deutschland (NABU, WWF, Lufthansa Umweltförderung). Die Besucher können sich über Nahrung, Vogelzug, Fortpflanzung und Brutverhalten informieren. Nicht zuletzt geht es auch um den Schutz der in ihrer Existenz gefährdeten Kranicharten.
Angereichert wird die Sonderschau durch völkerkundliche Exponate, die das fotografische Erlebnis um das Gesamtbild des Kranichs in der Natur ergänzen. 
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| Abschluss Partnerschaftsvereinbarung |
27. März 2009 |
Dr. Andrzej Jermaczeck (Präsident Naturschutzorganisation Klub Przyrodników) und Dr. Wolfgang Mewes (Sprecher Kranichschutz-Deutschland) unterschreiben im Kranich-Informationszentrum Groß Mohrdorf eine Partnerschaftsvereinbarung. Ziel der Vereinbarung ist es, mit Hilfe des Kranichs in der Pomerania Region eine stärkere Vernetzung der im Naturschutz tätigen Akteure zu entwickeln. (Foto: N. Donner)

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| Starker Zuzug |
22. März 2009 |
Am Samstag, 21.03.09, verzeichneten wir in der Region des Nationalparks „Vorpommersche Boddenlandschaft” nicht nur abziehende Kraniche, die jetzt bereits am Hornborga See in Südschweden eingetroffen sind. Der Zuzug war noch auffälliger. Daher rasten aktuell hier jetzt über 5.500 Kraniche.
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| Pünktlich zwischen 06:00 und 06:15 Uhr schwebten heute morgen mindestens 4.500 Kraniche auf die Ablenkfütterungsfläche bei Günz ein. (Foto: G. Nowald) |
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| Kranichballett |
20. März 2009 |
In den letzten Tagen waren stets zwischen 500 und 1000 Kraniche auf der Ablenkfütterungsfläche am Günzer See. Aus dem Fotoversteck gelang Herrn K. Günther am 17.03.09 das wunderbare Foto dieser beiden tanzenden Kraniche - vielen Dank!
Vielen Dank auch an Herrn Urs Gehrig für die Unterstützung bei der Bewirtschaftung dieser Fütterungsfläche.
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| Kranichballett am Günzer See. (Foto: K. Günther) |
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| Wieder Kranichrast an der Ostseeküste! |
18. März 2009 |
Die langjährigen Erfahrungen bestätigen sich erneut: Pünktlich Mitte März sind die Kraniche wieder an den Rastplätzen in der Rügen-Bock-Region in großer Anzahl zu bewundern. Am Wochenende trafen sie endlich auch bei uns ein, um hier einen kurzen Zwischenstopp für ihre Weiterreise in die Skandinavischen Brutgebiete einzulegen. So wurden am 15.03. für die Region rund 3.000 rastende Kraniche ermittelt und heute Morgen zeigten sich die Vögel auch in bester Balzlaune und tanzten.
Wer die Vögel des Glücks im Frühjahr noch sehen möchte, sollte sich aber auch bald zu einer Exkursion entschließen. Wahrscheinlich wird die Kranichrast nur bis Ende des Monats bei uns zu erleben sein. Wo Sie die Kraniche am besten beobachten können, erfahren Sie im Kranich-Informationszentrum in Groß Mohrdorf, täglich geöffnet von 10 bis 16 Uhr.
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| Kraniche in bester Tanzlaune - es ist Frühling! (Foto: N. Donner) |
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| Rastplatzbetreuertreffen „Rügen-Bock-Region“ 2009 |
10. März 2009 |
Am 05.03.2009 trafen sich 15 Mitarbeiter von Kranichschutz Deutschland, des Nationalparkamts „Vorpommern“, des Umweltamt Grimmen und des Vereins zum Schutze und Erhalt des Kranichrastplatzes Rügen-Bockregion e.V. zum 11. Jahrestreffen der Rastplatzbetreuertreffen in der Rügen-Bock-Kirr-Region. Die Veranstaltung fand erneut im Naturcamp „Zu den zwei Birken“ in Duvendiek statt, wo auch für eine hervorragende kulinarische Begeleitung gesorgt wurde.
Im Fokus stand wieder die Auswertung der Brut- und Herbstrastsaison 2008 sowie Informationen zum internationalen Kranichberingungsprojekt und ersten Erfahrungen mit der online-Datenbank iCORA. Dr. Günter Nowald informierte weiterhin über den aktuellen Stand der Planungen zu einem möglichen Europäischen Kranichzentrum bei Günz gefolgt von einer kontroversen und informativen Diskussion.
Die Termine für die Synchronzählungen im Herbst 2009 sind: 3., 10., 17. und 24. September, 1., 8., 15., 22., und 29. Oktober und der 5. November.
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| Dr. Nowald informiert über den aktuellen Stand der Planungen zu einem möglichen Europäischen Kranichzentrum. |
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| Starker Frühjahrszug bringt die Brutkraniche zurück |
3. März 2009 |
In der vergangenen Woche erreichten uns viele Zugmeldung, z.T. von tausenden durchziehenden Kranichen in wenigen Stunden. Auch in Südschweden sind die ersten Kraniche gesichtet worden. Am Rastplatz der Rügen-Bock-Region wurden bisher nur kleinere Trupps gesichtet.
Um so erstaunlicher ist es, dass wir in unseren Untersuchungsgebieten nun feststellten, dass rund 80 Prozent der Kranichpaare schon die Reviere bezogen haben. So haben sich die ankommenden Kraniche ohne großes Zögern in die Brutgebiete verteilt. Dort erwartet die Kraniche im Augenblick aber meist ein erschreckend niedriger Wasserstand in den Feuchtgebieten. Es bleibt zu hoffen, dass in den nächsten zwei Wochen noch einiger Regen kommt, damit die Vögel des Glücks nicht auf dem Trockenen sitzen/brüten müssen.
Erfahrungsgemäß erwarten wir auch in der Rügen-Bock-Region Mitte März einige tausend Kraniche, die auf ihrer Reise nach Skandinavien noch einen kurzen Zwischenstopp einlegen.
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| Die erste Frühlingsluft lässt den den letzten Schnee tauen und bringt die Kraniche zurück.
(Foto: N. Donner) |
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| Kranich Kalle taucht auf – Schüler freuen sich! |
26. Februar 2009 |
Endlich - nach über einem halben Jahr wurde Kalle am 14.02.09 unter 4.000 Kranichen im Nordosten Spaniens entdeckt.
Zu Kalles Seite
P.S.: Da haben die vielen einzigartigen Kranich-Gedichte und die schönen kunstvollen Scherenschnitte der Schüler der Kranich-Grundschule in Altenpleen Kalle doch noch hervor gelockt! Die Arbeiten sind in der Ausstellung des Kranich-Informationszentrums zu bewundern.

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| Expertengruppe aus Deutschland weilte in Südkorea |
11. Februar 2009 |
Vom 24.01. bis 05.02.2009 weilte eine dreiköpfige Expertengruppe aus Deutschland auf Einladung der Hanns-Seidel-Stiftung (Korea) in Südkorea. Dabei war auch der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Kranichschutz Deutschland, Dr. Wolfgang Mewes. Während des Aufenthaltes ging es ganz besonders um einen Erfahrungsaustausch zur nachhaltigen Entwicklung und zum Naturschutz in der innerkoreanischen Grenzregion. Diese spielt als Durchzugs- und Überwinterungsgebiet für die stark gefährdeten Weißnacken- und Mandschurenkraniche eine herausragende Rolle.
Zurzeit überwintern ca. 700 Mandschurenkraniche und 1.500 Weißnackenkraniche dort. Der noch großflächige Reisanbau und die bisher geringe Zersiedlung der Landschaft des Grenzraumes im Landkreis Cheorwon ist Voraussetzung für die derzeitigen guten Überwinterungszahlen dieser beiden Arten. Um diesen Zustand auch für die Zukunft zu sichern, wurden verschiedene Modelle mit Vertretern staatlicher Institutionen diskutiert. Dabei konnten auch wertvolle Erfahrungen aus dem Kranichschutz in Deutschland eingebracht werden.
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| Die internationale Expertengruppe bereiste auch die Cheorwon-Region (Foto oben), eines der wichtigsten Rast- und Überwinterungsgebiete für die gefährdeten Weißnackenkranichen (Foto unten, G. Nowald). |
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| Kalender im Shop |
3. Februar 2009 |
 Das Jahr 2009 hat erst angefangen - bestellen Sie jetzt eines der letzten Exemplare
des Foto-Kalenders von Dieter Damschen.
Jetzt für nur 4,95 €
Zeitlos schön: Kranich Faszination - Der immerwährende Natur-Foto-Kalender mit 8 Bonus-Postkarten ist für 12,90 € bei uns erhältlich.
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| Projekttag in der Kranichgrundschule Altenpleen, Kreis Nordvorpommern |
21. Januar 2009 |
Altenpleen: Gemeinsam mit den Klassenlehrerinnen Frau Hanauer (Klasse 1a), Frau Schwenke (Klasse 1b) und Frau Knörig (Klasse 1c) haben wir für Winterstimmung in unserer Patenschule, der Kranichgrundschule Altenpleen, gesorgt. Unter dem Motto „Vögel im Winter“ haben N. Donner, S. Woelki und G. Nowald vom Kranich-Informationszentrum mit fünf Schülergruppen einen Vormittag mit Theorie und Praxis zur Vogelfütterung und den Überlebensstrategien Vögel im Winter gestaltet.
Zug- und Standvögel sowie unterschiedliche Schnabelformen standen im Fokus der Theorie-Station. An den weiteren Stationen „kochten“ die Schüler mit Kokosfett, Schweineschmalz, Sonnenblumenkernen, Rosinen, Erdnüssen und anderen Leckereien das Menü für die Vögel, erlernten verschiedene Vogelarten und das Lied der „Kleinen Meise“. Ein schöner Abschluss war eine Bastelaktion. Hier wurde ein Vogelhaus aus Karton gefertigt.
Foto rechts: Die Erstklässler der Kranichgrundschule Altenpleen kochen zusammen mit G. Nowald ein Menü für die Wintervögel (Foto: S. Woelki). |
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| Eröffnung der iCORA-Internetseite in Deutscher und Englischer Sprache |
15. Januar 2009 |
Alle bereits registierten Kranichmelder werden über ihre Zugangsdaten informiert. Neue Beobachter können sich registrieren und beringte und besenderte Kraniche melden. Die bereits an das Kranich-Informationszentrum gemeldeten Kranichbeobachtungen von August bis Dezember 2008 werden in den nächsten Wochen in die Datenbank eingetragen, sodass zum Frühjahr 2009 der Datenbestand nahezu vollständig sein sollte.
Im Anschluss wird der Datenaustausch mit den Deutschen Beringungszentralen vorbereitet.
Durch die neue kartografische Darstellung der Wiederfunde in iCORA werden Fehler im Altdatenbestand häufig deutlich sichtbar (z.B. gibt es Ablesungen von Kranichen aus dem Tister Bauernmoor, die aufgrund falscher Koordinaten in Hamburg liegen). Entdecken und Beheben von Fehler ist nun unsere wichtigste Aufgabe, die wir gemeinsam mit den aufmerksam prüfenden Augen der Nutzer von iCORA bewältigen können, damit ein qualitativ hochwertiger Datenbestand uns die Reisen der Kraniche zeigt.
www.icora.de | Hintergrundinformationen zu iCORA |
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Projektträger:


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