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| Archiv 2011 |
| Hier finden Sie alte Meldungen aus dem Jahr 2011. |
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Sonderausstellung „Zauber der Kraniche“ |
10. September 2011 |
Erleben Sie vom 19. September bis 30. Oktober 2011 im Stadthauptmannshof – Medaillongebäude in der Hauptstr. 150 in Mölln die Sonderausstellung »Zauber der Kraniche«.
Diese Ausstellung ist ein Projekt von Kranichschutz Deutschland und der Lufthansa Umweltförderung. Sie dokumentiert alle 15 Kranicharten weltweit in ihrer natürlichen Umgebung. Das Kernstück der Ausstellung bilden rund 50 faszinierende Großfotos von Carl-Albrecht von Treuenfels und Sture Traneving. Über diverse Schautafeln und audiovisuelle Medien können die Besucher sich über das Leben der Kraniche informieren.

| Öffnungszeiten der Sonderausstellung: |
Dienstag
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag |
11:00 bis 17:00 Uhr
16:00 bis 21:00 Uhr
11:00 bis 17:00 Uhr
11:00 bis 19:00 Uhr
12:00 bis 18:00 Uhr |
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Telefon: 04542 - 870 00
Telefax: 04542 - 870 61
http://www.rzkultur.de |
| (auch am 3. Oktober) |
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Der Eintritt ist frei. |
[ FlyerSonderausstellungMoelln.pdf ] - Göße
rund
562K
B |
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| Dramatischer Einbruch beim Aufzuchtserfolg der Kraniche |
18. August 2011 |
Ein internationales Kranichberingungsteam war im Rahmen eines Workshops vom 14.-20.06. in den Kreisen Parchim und Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern), 21.-24.06. in der Diepholzer Moorniederung (Niedersachsen) sowie vom 24.06.-04.07.2011 in Nordvorpommern tätig. Dabei wurden den Teilnehmern aus Frankreich und Bhutan das Besendern mit der „Rucksackmethode“ und das Beringen der Vögel mit ELSA-Farbringen demonstriert. Im Rahmen des Workshops konnten nach den Vorgaben der European Crane Working Group 34 Kraniche mit individuellen Farbkombinationen ausgestattet werden. Achtzehn Vögel erhielten zusätzlich einen kleinen Radiotelemetriesender im Rahmen einer Kranichpatenschaft.
Während der Geländearbeiten waren erneut die drastischen Veränderungen der letzten Jahre in der landwirtschaftlichen Flächennutzung präsent. Nach Wegfall der Verpflichtung zur Flächenstilllegung 2008 fehlen viele naturnahe Brachen als Nahrungsflächen, welche Kranichfamilien in den Vorjahren nutzten. Nun werden diese Flächen mit Mais und Roggen für die Biogasgewinnung bestellt. Außerdem prägten das trockene Wetter im April/Mai sowie der Kälteeinbruch Anfang Mai die Reproduktionsbedingungen der Kranicheltern. Dadurch war die Nahrungsverfügbarkeit (z. B. Insektenvorkommen) ebenfalls beeinflusst bzw. eingeschränkt. Junge Kraniche konnten zudem unterkühlen. Entsprechend wurden dramatische Einbrüche im Reproduktionserfolg der Kraniche festgestellt.
In Zentralmecklenburg hatten von 60 Paaren 67 % keine Junge, 25 % führten ein und nur 8 % zwei Junge. Im bereits ungünstigen Reproduktionsjahr 2010 waren immerhin noch 50 % der Paare mit Nachwuchs, davon hatten 26 % sogar zwei Junge. Noch schlechter erging es den Kranichpaaren 2011 in Nordvorpommern. Von 95 Paaren waren 74 % ohne Junge, nur 17 % hatten ein und 9 % zwei Nachkommen. Ein starkes Indiz für den Einfluss einer schlechten Nahrungssituation erbrachten die ermittelten Körpergewichte der markierten Jungvögel, welche bei einer gut voran geschrittenen Entwicklung des Federkleids eine wesentlich geringere Masse aufwiesen als in allen Jahren zuvor. Ein weiterer Negativfaktor war zumindest bei einem Teil der Kranichpaare ein trocken gefallener Brutplatz. Hier hatten es Schwarzwild oder Füchse leichter, Jungkraniche zu erbeuten.
Ein starker Rückgang der Reproduktionserfolge wurde auch in Brandenburg beobachtet. Weitere derart schlechte Kranichjahre können zu einem negativen Bestandstrend des Kranichs in Ostdeutschland führen.
Mit den farbig markierten Vögeln können neue Fakten auf der Ebene des Individuums und der Population gewonnen werden. Dabei steht der Kenntnisgewinn über die Lebenserwartung, die Paartreue, den Fortpflanzungserfolg, das Brut- und Territorialverhalten, die Ausbreitung und Ansiedlung, die Zugwege, die Rastplätze sowie über die Winterquartiere der Zugvögel im Vordergrund. Auswirkungen der Klimaänderungen werden ebenfalls beobachtet.
Vielen Dank an die Verwaltung und an den Förderverein des Naturparks „Nossentiner Schwinzer Heide“ für die Gastfreundschaft und die Bereitstellung eines Zeltcamps auf dem Zentrumsgelände.
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Die Teilnehmer des Kranichberingungsworkshops 2011 (v. l.): Javier Alonso (Universität Madrid, Spanien), Jigme Tshering (Project Officer, Royal Society for Protection of Nature Bhutan), Xavier Chauby (Ranger Reserve Nationale Arjuzanx, Frankreich), Norman Donner (wiss. Mitarbeiter Kranich-Informationszentrum), Nathalie Samson (Rangerin Reserve Nationale Arjuzanx, Frankreich) und Günter Nowald (Leiter Kranich-Informationszentrum) nach einem erfolgreichen Vormittag. (Foto: Dr. Günter Nowald) |
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Ein Geschwisterpaar kurz vor der Freilassung. Beim vorderen Vogel ist der kleine Radiosender auf dem Rücken zu erkennen. (Foto: Dr. Günter Nowald) |
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Nach wenigen Minuten eilt der junge Kranich mit seiner individuellen Markierung (gelb- schwarz-weiß am rechten Bein) und einem Landescode für Deutschland (blau-blau-blau, links) zurück zu seinen Eltern. (Foto: Dr. Günter Nowald) |
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| Kranichwelten - Eine Reise mit den Vögeln des Glücks durch Europa |
6. August 2011 |
Das Kranich-Informationszentrum in Groß Mohrdorf lädt Sie am Dienstag, den 16.08.11 um 20:00 Uhr zur musikalisch umrahmten Bildershow „Kranichwelten - Eine Reise mit den Vögeln des Glücks durch Europa“ ein. Lassen Sie sich von Dr. Günter Nowald in die Welt der Kraniche auf ihrem westlichen Zugweg entführen.

Wir starten die Reise von den traditionellen Überwinterungsgebieten in der rauen Extremadura im Südosten Spaniens und ziehen mit den Vögeln des Glücks zunächst zur malerischen Laguna de Gallocanta nördlich von Madrid. Verweilen Sie etwas später an den großen Rastplätzen in Arjuzanx im Südosten Frankreichs oder am Lac du DerChantecoq. Folgen Sie Dr. Nowald an verschwiegene Plätze in Mecklenburg-Vorpommern und Schweden und tauchen Sie mit ein in die heimliche aber faszinierende Brut und in die aufwendige Aufzucht der Nachkommen. |
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| Ein Kranichleben zwischen Licht und Schatten |
12. Juli 2011 |
Das Kranich-Informationszentrum in Groß Mohrdorf lädt Sie am Dienstag, den 12.07.11 um 20:00 Uhr zur musikalisch umrahmten Bildershow „Ein Kranichleben zwischen Licht und Schatten“ von Norman Donner ein.

"Licht und Schatten“ sind die wichtigsten Werkzeuge des Fotografen und seine Bilder berichten von den Vögeln des Glücks, den Boten des Frühlings, großen Sympathieträgern, die eine Erfolgsgeschichte für den Naturschutz geschrieben haben. Doch die neuen Entwicklungen in der Landnutzung und die Gefahren des Klimawandels geben erneut Anlass zur Sorge um die Kraniche. |
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| Auf den Spuren des Kranichs |
11. Juni 2011 |
Das Kranich-Informationszentrum in Groß Mohrdorf lädt Sie am Dienstag, den 14.06.11 um 20:00 Uhr zur musikalisch umrahmten Bildershow „Auf den Spuren des Kranichs“ von Karsten Peter ein.

Umrahmt von Mythen und Geschichten werden Sie an Brut- und Rastplätze der Grauen Kraniche geführt. Sowohl die Abgeschiedenheit während der Brut- und Aufzuchtphase als auch das pulsierende Treiben an den Rastplätzen können Sie in emotionsreichen Bilder erleben. Neben der Geschichte von „Der Kranichfrau“ erfahren Sie auch, wo der Kranich seine rote Kopfplatte nun wirklich her hat. Wandeln Sie mit Herrn Peter auf den Spuren des Kranichs. |
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| Kranichwelten - Eine Reise mit den Vögeln des Glücks durch Europa |
7. Mai 2011 |
Das Kranich-Informationszentrum in Groß Mohrdorf lädt Sie am Dienstag, den 17.05.11 um 20:00 Uhr zur musikalisch umrahmten Bildershow „Kranichwelten - Eine Reise mit den Vögeln des Glücks durch Europa“ ein. Lassen Sie sich von Dr. Günter Nowald in die Welt der Kraniche auf ihrem westlichen Zugweg entführen.
Wir starten die Reise von den traditionellen Überwinterungsgebieten in der rauen Extremadura im Südosten Spaniens und ziehen mit den Vögeln des Glücks zunächst zur malerischen Laguna de Gallocanta nördlich von Madrid. Verweilen Sie etwas später an den großen Rastplätzen in Arjuzanx im Südosten Frankreichs oder am Lac du DerChantecoq. Folgen Sie Dr. Nowald an verschwiegene Plätze in Mecklenburg-Vorpommern und Schweden und tauchen Sie mit ein in die heimliche aber faszinierende Brut und in die aufwendige Aufzucht der Nachkommen. |
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| Vorträge im Kranich-Infozentrum |
18. April 2011 |
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Nichtbrüter streifen durch die Region. (Foto: Dr. Günter Nowald) |
Liebe Kranichfreunde,
seit Anfang April haben uns die skandinavischen Kraniche in Richtung Norden verlassen. Die einheimischen Kraniche sind mit dem Brutgeschehen und der nachfolgenden Aufzucht der Jungen beschäftigt. Nur mit etwas Glück kann man diese Paare in Brutplatznähe sehen oder hören. Öfter zeigen sich da Nichtbrüterschwärme mit bis zu 100 Exemplaren - das sind Trupps von jungen, noch nicht geschlechtsreifen Vögeln.
Um unseren Sommergästen diese beeindruckenden Vögel und das Naturschauspiel Rastzeit näher zu bringen, möchten wir Sie zu unserer Vortragsreihe ins Kranich-Informationszentrum einladen. Beginn ist jeweils 20:00 Uhr (Eintritt 2,- €).
- 17.05.11 „Kranichwelten - Eine Reise mit den Vögeln des Glücks durch Europa“ von Dr. G. Nowald
- 14.06.11 „Auf den Spuren des Kranichs“ von K. Peter
- 12.07.11 „Ein Kranichleben zwischen Licht und Schatten“ von N. Donner
- 16.08.11 „Kranichwelten - Eine Reise mit den Vögeln des Glücks durch Europa“ von Dr. G. Nowald
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| Die letzten Frühjahrsboten |
1. April 2011 |
Wer die Vögel des Glücks in diesem Frühjahr noch sehen möchte, sollte möglichst noch heute, spätestens aber am Wochenende anreisen. Die charismatischen Zugvögel wollen schnell nach Schweden weiterfliegen. Am 31.03.11 waren bereits 7.200 Kraniche am Pulken im Biosphärenreservat Kristianstads Vattenrike und 14.300 Kraniche am Hornborga See in Südschweden. Unsere ersten heimischen Brutkraniche bebrüten bereits ihre Gelege.
Heute Morgen waren noch 200 Kraniche auf der Ablenkfütterungsfläche von Kranichschutz Deutschland. Die Ausstellung des Kranich-Informationszentrums ist täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. Die aktuellen Kranichzahlen an den großen Rastplätzen in Europa werden auf http://www.kraniche.de/Start/Rastplaetze.shtml präsentiert.
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Bald verlassen auch die letzten skandinavischen Frühlingsboten die Region des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft. Abflug von der Ablenkfütterungsfläche von Kranichschutz Deutschland (Foto: Dr. Günter Nowald, 28.03.11) |
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| Ein einzigartiges Naturschauspiel - der Tanz der Kraniche |
25. März 2011 |
Die Frühjahrsrast ist für die Beobachtung der berühmten Kranichtänze am besten geeignet. Die Tänze sind Ausdruck innerer Erregung - mitunter lässt sich ein ganzes Kranich-Ballett beobachten, wenn aufgrund von Stimmungsübertragung weniger Paare Dutzende Vögel anfangen, gemeinsam zu tanzen. Die phantastischen Tanzfiguren sind geprägt durch Sprünge, Verbeugungen, Flügelschlagen, Zickzackläufe, Imkreisrennen und Prahlhandlungen. Dabei werden auch Pflanzenteile oder Steine in die Luft geworfen.
Wer die Vögel des Glücks im Frühjahr noch sehen möchte, sollte sich aber auch bald zu einer Exkursion entschließen. Heute Morgen zählte Norman Donner, Mitarbeiter des Kranich-Informationszentrums, noch 1590 Kraniche am Schlafplatz „Großer Werder“. Wahrscheinlich wird die Kranichrast nur bis Ende des Monats bei uns zu erleben sein. Wo Sie die Kraniche am besten beobachten können, erfahren Sie im Kranich-Informationszentrum in Groß Mohrdorf, täglich geöffnet von 10 bis 16 Uhr, der Eintritt ist frei.
Die aktuellen Kranichzahlen an den großen Rastplätzen in Europa werden auf http://www.kraniche.de/Start/Rastplaetze.shtml präsentiert.
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Diese Tanzeinlage zeigten die „Vögel des Glücks“ 2,3 Kilometer vom Kranich-Informationszentrum Groß Mohrdorf entfernt vor ihrem Abflug zum Schlafplatz auf einer Ablenkfütterungsfläche von Kranichschutz Deutschland. (Foto: Dr. Günter Nowald, 24.03.11) |
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| Licht und Schatten - Erste Ergebnisse der Kranichexpedition in Äthiopien 2011 |
17. Februar 2011 |
Nach den ersten beiden Expeditionen in 2007 und 2009 im Rahmen eines Kranichmonitorings in Äthiopien erfolgte vom 28.01. bis 15.02.11 die dritte Kartierungsrunde in diesem ostafrikanischen Land. Dabei handelt es sich um ein Projekt von Kranichschutz Deutschland (KD), der Bundesarbeitsgruppe (BAG) AFRIKA des NABU und der äthiopischen Naturschutzorganisation Ethiopien National Wildlife and History Society (ENWHS). Drei Teams kontrollierten die aus den ersten Expeditionen bekannten Überwinterungsplätze und suchten nach bisher unbekannten Schlafgewässern.
Dramatische strukturelle Veränderungen zeigten sich bereits während der Anfahrt nach Debre Zeyt. Entlang der Schnellstraße entstanden zahlreiche Handels- und Produktionsstätten überwiegend ausländischer Investoren. Der Schwerlastverkehr hat sich in den letzten 4 Jahren vervielfacht.
Einen gravierenden Einschnitt stellten wir am Feuchtgebiet Chelekleka Chefe, einem der bedeutendsten Kranichschlafplätze, fest. Am 04.02.09 übernachteten hier im Flachwasser über 17.000 Graukraniche. Bei unserer morgendlichen Kontrolle am 30.01.11 zählten wir nur noch knapp 250 Kraniche. Mitten durch das jetzt fast trockene Feuchtgebiet liefen die Arbeiten für eine neue Asphaltstraße nach Addis Abeba.
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Im Jahr 2009 war das Feuchtgebiet Chelekleka Chefe noch ein Paradies für Kraniche und andere Wasservögel - in 2011 waren das flache Gewässer und die Vögel verschwunden.
(Fotos: Dr. Günter Nowald) |
Auch die Errichtung riesiger Foliengewächshäuser in unmittelbarer Nachbarschaft von Feuchtgebieten, wie u.a. am Koka-Stausee, hat einen negativen Einfluss auf Kranichlebensräume. Hier wird für die Produktion von Schnittblumen das Wasser abgepumpt, was ein deutliches Absinken des Wasserstandes zur Folge hat. Die Blumen sind hauptsächlich für den israelischen und europäischen Markt bestimmt. Ähnliche Gewächshausanlagen sind auch an anderer Stelle im Bau, z.B. am Tana See.
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Pumpen und Gewächshäuser am Koka-Damm. (Fotos: Dr. Günter Nowald) |
An den Schlafgewässern, die von infrastrukturellen Veränderungen bisher unberührt blieben, erfassten wir zunächst nur geringfügige Bestandsveränderungen. Allerdings mussten wir feststellen, dass der verstärkte Einsatz von mobilen Wasserpumpen für die kleinbäuerliche Feldbewässerung ebenfalls gravierendste Auswirkungen zeigt. Am 31.01.11 übernachteten 9150 Graukraniche im Akaki-Flachgewässer. Bei der Nachkontrolle am 14.02.11 war das Gewässer komplett leer gepumpt und die Kraniche hatten das Gebiet verlassen.
Erfreulicherweise entdeckten wir am 02.02.11 südlich von Butajira das noch nicht erfasste Feuchtgebiet „Chuche“. Neben 840 Graukranichen konnten hier auch 54 der stark gefährdeten Klunkerkraniche nachgewiesen werden. Nach Angaben des Status Survey and Conservation Crane Action Plan der IUCN „The Cranes“, C. D. Meine und G. W. Archibald, 1996, gibt es landesweit nur noch einige hundert Exemplare dieser großen afrikanischen Kranichart.
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Die heißen Mittagsstunden verbrachten diese Klunkerkraniche im Schatten eines Baumes. (Foto: Dr. Günter Nowald) |
Schwarze Kronenkraniche sind noch an vielen Feuchtgebieten anzutreffen. Eine bemerkenswert hohe Anzahl, mit 496 Exemplaren, befand sich im Feuchtgebiet „Chimba“, am Südende des Tana-Sees. Auffällig war aber der generell äußerst geringe Jungvogelanteil. Der Verlust von Gelegen oder Jungvögeln kann auf starke Störungen durch die intensive Nutzung der Feuchtgebiete zurückgeführt werden.
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„Umweltbildung vor Ort“ - Bei jeder Gelegenheit wurde die Bevölkerung bei der Kranicherfassung einbezogen und informiert (Foto: Dr. Günter Nowald). |
Seit drei Jahren finanzieren Kranichschutz Deutschland und die Bundesarbeitsgruppe AFRIKA des NABU eine Vollzeitstelle für einen Biologen in Äthiopien. Shimelis Aynalem arbeitet am Lake Tana für den Kranichschutz. Seine wichtigsten Tätigkeiten sind das Monitoring, die Umweltbildung und das Entwickeln eines Managementplans (Sicherung von Feuchtgebieten durch Ankauf oder Pacht).
Gerne können Sie das Projekt unterstützen: Spendenkonto: Pommersche Volksbank eG, Kto 100 5316, BLZ 130 910 54, Stichwort: Äthiopien (Spenden sind steuerlich absetzbar).
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| Kranich Frühjahrszug 2011 |
16. Februar 2011 |

Liebe Ingrid, lieber Georg,
herzlichen Dank an Euch für die schöne Zugmeldung. Wir möchten diesen Dank an Euch richten, stellvertretend für die vielen Kranichbeobachter, die uns in den vergangenen Tagen wieder die Zugmeldung zu den ersten Kranichen des „kommenden“ Frühjahrs gesandt haben.
Die ersten größeren Zugbewegungen wurden am 10. Februar registriert und es wurden Größenordungen von Einzelvögeln bis zu wenigen Hundert Kranichen gemeldet.
Am 16.02. kam der Kranichzug nochmals stärker in Gang: es wurden deutlich größere Trupps gemeldet. Über Deutschland wurden bis zu 8000 Kraniche (geschätzt) und über Luxemburg 2.700 Exemplare zwischen 14 und 16 Uhr verteilt auf 18 Trupps gezählt.
Ob über das Internetfomular, per E-Mail, Brief, Telefon oder wie Ihr per Fax – alle Meldungen werden in der großen Datenbank gesammelt und zeitnah ausgewertet.
Wir erleben z. Zt. die Rückkehr der heimischen Brutkraniche, die wie jedes Jahr Mitte Februar in einer ersten Zugwelle die deutschen Brutgebiete, vor allem in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Sachsen ansteuern um ihre traditionellen Reviere zu besetzen.
So berichteten wieder die ersten Brutplatzbetreuer, dass auch dort ihre „Grauen Freunde“ zurückgekehrt sind.
Bis die Kraniche uns am Rastplatz Rügen-Bockregion, nahe Stralsund, erreichen, wird aber leider noch fast ein Monat vergehen. Da wir ein Durchzugsgebiet für die Skandinavischen Brutkraniche sind, werden wir auf die Vögel des Glücks noch ein wenig warten müssen, bis die Bedingung auch im Norden Europas die Rückreise der Kraniche erlauben.
Herzliche Grüße
Das Team des Kranich-Informationszentrum in Groß Mohrdorf |
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| „Vögel im Winter“ – Der traditionelle Projekttag der Kranich-Grundschule Altenpleen |
26. Januar 2011 |
Erwartungsvoll wurde das Team des Kranich-Informationszentrums von den Schüler/innen der Klassen 1a, 1b und 1c empfangen. Was wird wohl in den Kisten sein? Worüber wird man uns erzählen? Werden unsere Fragen alle beantwortet? Diese und andere Gedanken schossen den Kindern bestimmt durch den Kopf.
Aufgeteilt in kleinere Gruppen wurden verschiedene Stationen absolviert. In einem einführenden Vortrag von Dr. Günter Nowald und Norman Donner erhielten die jungen Vogelschützer Informationen über das Zugverhalten verschiedener Vogelarten und die Überlebensstrategien der Standvögel. An einer weiteren Station „kochten“ die Schüler gemeinsam mit Anja Nowald, Karsten Peter und Maria Damerow (FÖJ) das Menü für die Wintergäste. Mit Kokosfett, Schweineschmalz, Sonnenblumenkernen, Rosinen, Erdnüssen und anderen Leckereien wurden die „Meisenglocken“ gefertigt.
Dabei erfuhren die Kinder mehr über die Lieblingsspeisen von Amsel, Kohlmeise, Blaumeise, Rotkelchen und Co, welche Arten das Futterhaus aufsuchen und wer von den gefiederten Freunden unter Büschen nach Nahrung sucht.
Hier gab es auch schon mal aufregende Berichte der Kinder über eigene Beobachtungen der letzten Tage. Kohl- und Blaumeise, Haus- und Feldsperling machten das Rennen aber auch Rotkehlchen und Amseln waren dabei. An einer weiteren Station bastelten die Kinder gemeinsam mit Ihren Klassenlehrerinnen, Frau Fechtner in Vertretung für Frau Post, Frau Lenz und Frau Müller etwas zum Thema „Vögel im Winter“. Sollte jemand demnächst im Amtsbereich Altenpleen in den Gärten mehr „Meisenglocken“ als sonst sehen, ist vielleicht die/der eine oder andere von den Erstklässlern der Kranich-Grundschule dafür verantwortlich.
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Die Erstklässler hatten sichtlich Spaß am Projekttag. (Foto: Anja Nowald) |
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Eifrig werden die Meisenglocken gefüllt. (Foto: Anja Nowald) |
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Gespannt folgen die Kinder den Ausführungen von Karsten Peter. (Foto: Anja Nowald) |
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| Kranichzug über Deutschland – Wo wollen sie hin? |
18. Januar 2011 |
So wie das Wetter derzeit über Deutschland Kapriolen schlägt, sind sich auch die Kraniche noch nicht ganz schlüssig, in welche Richtung sie fliegen sollen. Uns erreichen derzeit sowohl Meldungen über Zugbewegungen in Richtung Norden aber auch nach Süden. Die gemeldeten Truppstärken liegen zwischen 30 und 300 Individuen, welche von Frankreich nach Deutschland einfliegen.
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Kraniche auf dem Zugweg. (Foto: Karsten Peter) |
Die derzeit in weiten Teilen Europas vorherrschende Warmwetterlage könnte wohl die ersten Kraniche auf den Weg in die Brutreviere getrieben haben. Wer rechtzeitig dort ankommt, hat die besten Chancen auf ein gutes Revier. Auch in den letzten Jahren haben vor allem Kraniche aus Deutschland ihre angestammten Plätze schon im Februar besetzt.
Es kann aber auch davon ausgegangen werden, dass Sichtungen in nördlichen Gefilden auf überwinternde Kraniche schließen lassen. Zum Beispiel überwinterten ca. 600 Kraniche am Schaalsee im westlichen Mecklenburg. Erste Kraniche wurden dieser Tage auch schon von der Ostseeküste gemeldet – jeweils drei Exemplare nahe Zingst und über Greifswald.
Das Fliegen in verschiedene Richtungen ist eventuell auf widrige Windverhältnisse bzw. auf das Hin- und Herfliegen zwischen Nahrungsgründen und Schlafplätzen zurückzuführen. Die schöne Witterung lässt einige winterharte Vögel vielleicht erst jetzt nach Süden ziehen. |
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