Ein ausreichender
Wasserstand und Ruhe an den Kranichbrutplätzen bieten
den besten Schutz für die Brut und die Jungenaufzucht.
Bei Niedrigwasser können Wildschweine und Füchse
ungehindert die Nester erreichen und die Eier rauben. In einigen
Fällen wurden schlafende Kraniche sogar während
des Brütens vom Fuchs gerissen. Feuchtgebiete sind für
den Kranich lebensnotwendig. Ist der Wasserstand zu niedrig,
kann der Mensch durch Staue oder andere Regulierungsmaßnahmen
bessere Bedingungen schaffen.
Da Kraniche während der Brutzeit sehr
empfindlich sind und leicht ihr Nest aufgeben, können
große Gefahren von menschlichen Störungen (Forst,
Landwirtschaft, Jagd, Tourismus) ausgehen. Diese werden zum
Beispiel in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg durch gesetzliche
Regelungen für Nestschutzzonen verringert. Auch die engagierte
Arbeit der vielen Brutplatzbetreuer von Kranichschutz Deutschland
und die Programme zum Schutz von Feuchtgebieten durch NABU
und WWF ermöglichen vor Ort die Durchsetzung verschiedener
Schutzmaßnahmen.
Voraussetzung für einen effektiven Schutz
ist die vertrauensvolle Zusammenarbeit der Grundeigentümer,
Forstleute, Landwirte, und Jäger sowie der Mitarbeiter
des behördlichen und ehrenamtlichen Naturschutzes. |