Kraniche können
auf landwirtschaftlichen Kulturen Schäden verursachen.
Aus diesem Grunde versuchen einige Landwirte, die Vögel
von ihren Flächen zu verscheuchen. Dadurch verbrauchen
die Kraniche viel Energie, die für den langen Zugweg
eine entscheidende Voraussetzung ist.
Um Landwirten und Kranichen gleichermaßen
zu helfen, haben staatlichen Stellen (Umweltministerium, Schwerin;
Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie, Güstrow;
Staatliches Amt für Umwelt und Natur, Stralsund) in enger
Zusammenarbeit mit betroffenen Bauern, mit Kranichschutz Deutschland
und dem Verein zum Schutze und Erhalt des Kranichrastplatzes
Rügen-Bock-Region e.V. ein System von Flächen zur
"Ablenkfütterung" geschaffen.
1999 finanzierte das Umweltministerium 17 Ablenkflächen mit einer Größe von insgesamt rund 350 Hektar. Aus finanziellen Gründen können heutzutage nur noch sechs bis acht Ablenkfütterungsflächen in der Rügen-Bock Region betrieben werden. Kranichschutz Deutschland betreibt zusätzlich seit 1998 verschiedene eigene Ablenkfütterungen in der Region und unterstützt ähnliche Projekte beispielsweise auch in Linum.
Der Einsatz von Kranich-Rangern zur Reduzierung von Störungen und zur Besucherinformation während der Rastzeiten erwies sich als sehr erfolgreich (in den Jahren 1999 bis 2005 teilweise mit Unterstützung des Umweltministeriums des Landes Mecklenburg-Vorpommern und der Bingo-Lotterie, Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung). Heute wird das Projekt zum Teil durch die Schneider-Menden-Stiftung und durch die Elisabeth und Bernhard Weik-Stiftung gefördert.
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