Der Graukranich, auch
Grauer oder Eurasischer Kranich genannt, (wissenschaftlicher
Name Grus grus) erreicht aufrechtstehend eine Größe
von ca. 1,20 Meter. Damit ist er deutlich größer
als Graureiher und Weißstorch, mit denen er verwechselt
werden könnte. Mit einer Flügelspanne von 2,20 Meter
kann er sich darin mit manchem Adler messen. Im Flug ist der
Kranich an seinem langen, gerade vorgestreckten Hals zu erkennen.
Die Beine sind so lang, dass sie den Schwanz beim Fliegen
weit überragen.
Vom grauen Gefieder heben sich deutlich die
schwarz-weiße Kopf- und Halszeichnung und die rote federlose
Kopfplatte ab. Letztere schwillt bei Erregung leuchtend rot
an. Der schönste Schmuck des Kranichs ist seine „Schleppe“.
Diese über den kurzen Schwanz herabhängenden Federn
sind die verlängerten Armschwingen der Flügel, die
im Erregungszustand und während der Balz buschig aufgestellt
werden. Der Vogel erscheint dann noch größer und
majestätischer.
Männchen (Hahn) und Weibchen (Henne)
sind am Gefieder nicht zu unterscheiden. Nur wenn sie nebeneinander
stehen, zeigt sich, dass der männliche Vogel meist etwas
größer und kräftiger ist und seine Schmuckfedern
prächtiger ausfallen. Männchen wiegen bis 7 Kilogramm,
Weibchen bis 6 Kilogramm. Jungvögel tragen anfangs ein
zimtbraunes Dunengefieder. Ihr fertiges Jugendkleid ist -
bis auf den sandfarbenen Kopf - braun gefärbt.
In der Gefangenschaft sind Graukraniche
bis zu 40 Jahre alt geworden. In der freien Wildbahn ist die
Lebenserwartung weit geringer. |