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Überwinterung

Auf der westeuropäischen Zugroute überwintern heute etwa 65.000 bis 70.000 Kraniche in Spanien, etwa 50.000 in Frankreich sowie jeweils wenige tausend Vögel in Portugal und Nordwestafrika. Noch 1970 wurde Marokko als wesentliches Überwinterungsgebiet angesehen.

Änderungen in der Landnutzung durch verstärkten Mais- und Reisanbau, milde Winter und verbesserte Schutzbedingungen an den Rastplätzen führten zur Verlagerung der Überwinterung nach Norden. Inzwischen verbringen bereits etwa 8.000 Kraniche den Winter am Lac du Der Chantecoq im Nordosten Frankreichs. Weitere 22.000 bleiben in Südwestfrankreich.

In der Laguna de Gallocanta, einem flachen Salzsee in der Hochebene Nordostspaniens überwintern 5.000 bis 15.000 Vögel. Hauptüberwinterungsregion ist zur Zeit mit über 50.000 Kranichen die Extremadura in Westspanien.

Dort suchen die Vögel in den "Dehesas", den lichten mediterranen Eichenwäldern, nach den Früchten der Stein- und Korkeichen. Diese traditionell genutzten Wälder sind das Ergebnis einer Jahrhunderte langen extensiven Landnutzung. Sie erinnern mit ihren durchschnittlich 40 bis 50 Bäumen je Hektar auf Weideland oder Getreide an eine weitläufige Parklandschaft.

Überwinternde Kraniche in den Dehesas der Extremadura

Den Winter verbringen Kraniche in kleinen sozialen Verbänden, als Fressgemeinschaften mit meist weniger als 50 Vögeln oder als Familienverband. Die Vögel öffnen die harte Schale der Eicheln mit dem Schnabel und fressen das etwas bitter schmeckende Fruchtfleisch.

Auch die dunklen iberischen Hausschweine werden zu dieser Zeit zur Mast in die Eichenhaine getrieben. Neben diesen traditionellen Nahrungshabitaten nutzen inzwischen bis zu 20000 Kraniche die intensiven Mais- und Reisanbauflächen im Gebiet von Navalvillar de Pela zur Nahrungssuche.

 
   
   
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Dokument zuletzt bearbeitet am 21.10.2007

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