Kranichbiologie

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Zug der Kraniche in Europa

Die europäischen Brutpopulationen ziehen auf unterschiedlichen Routen in ihre Winterquartiere. Der osteuropäische Zugweg führt Kraniche aus Finnland, dem Baltikum, Polen und Westrussland über Ungarn nach Nordostafrika. Den westeuropäischen Zugweg nutzen Kraniche aus Mitteleuropa, Skandinavien sowie in den letzten beiden Jahrzehnten zunehmend auch aus den baltischen Staaten, aus Finnland und Weißrussland. Ihre Überwinterungsgebiete liegen in Frankreich, Spanien und zu einem geringen Teil in Nordafrika.

Der Frühjahrszug der Kraniche geht rascher und zielstrebiger voran als der durch wochenlange Rastperioden unterbrochene Zug im Herbst. Zwischen Mitte März und Anfang April legen 5.000 bis 8.000 Kraniche gleichzeitig in der Rügen-Bock-Region einen Zwischenstopp ein, bevor sie die Ostsee überqueren. Ein weiterer wichtiger Rastplatz für viele tausend Kraniche auf ihrem Zug nach Norden ist der Hornborgasee im schwedischen Västergotland.

Die jährliche Zugphänologie der großen Vögel über Deutschland finden sie hier.

Die Vögel fliegen oft viele hundert Kilometer pro Tag und überwinden Entfernungen von insgesamt mehreren tausend Kilometern auf dem Weg in ihre Winterquartiere und zurück. Kraniche gelten als Schmalfrontzieher, deren jährliche Flugroute durch West- oder Ostwinde verdriftet werden kann. Die Hauptrastplätze (siehe Abbildung), Tankstellen auf der Reise, werden in der Regel immer angeflogen. In diesen Regionen rasten die großen Vögel in Abhängigkeit von der Jahreszeit, der individuellen Kondition und den Zugbedingungen für wenige Tage oder einige Wochen.

Zugwege der Kraniche über Europa

Abbildung (bearbeitet) aus: Mewes, Nowald, Prange (2003), „Kraniche - Mythen, Forschung, Fakten“, G. Braun GmbH, Karlsruhe

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Dokument zuletzt bearbeitet am 20.01.2011

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