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Das Markieren von Kranichen

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Zusammenfassung Zugdaten Deutschland

 
   

 
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Die Besenderung

Wiegt der gefangene Kraniche mehr als 3000g, bekommt er zusätzlich zu den Farbringen einen Rückensender. Dieser wiegt ca. 65g. Der Sender wird mit einem 1 cm breiten, elastischen schwarzen Hosengummi zwischen beiden Flügeln auf dem Rücken befestigt. Jeder besenderte Vogel bekommt eine eigene Frequenz.

Alle 1,5 Sekunden wird ein Impuls abgegeben, der mit einem speziellen Receiver empfangen werden kann. Der Frequenzbereich liegt zwischen 148 und 149 Mhz. Je nach Bodenrelief und Vegetation schwanken die Empfangsdistanzen von 2-7 km. Die Lebensdauer der Sender beträgt 3-4 Jahre.

Paten aus ganz Deutschland sponsern die Sender, dürfen sich einen Namen für "Ihren" Kranich aussuchen und bekommen dann halbjährlich den Lebenslauf Ihres Lieblings übermittelt.

Funkdaten für die Landschaftsplanung

Mit Hilfe der Radiotelemetrie wird untersucht, welche Größe Kranichreviere für eine erfolgreiche Jungenaufzucht haben müssen, welche Nahrungsflächen Kranichfamilien bevorzugen, wie diese Flächen strukturiert sind und welche Einflüsse Störungen haben.

Erste Ergebnisse zur Reviergröße liegen bereits vor: 13 Kranichfamilien im Bereich der Mecklenburgischen Seenplatte beanspruchten in den Jahren 1995-2000 durchschnittlich 80,5 Hektar (n=19) Revierfläche für eine erfolgreiche Jungenaufzucht.

Zusätzlich wird die Raumnutzung immaturer Kraniche in Mecklenburg-Vorpommern untersucht. In Kooperation erforschen Spanische Kollegen mit Hilfe dieser Vögel das Überwinterungsverhalten von Kranichfamilien auf der Iberischen Halbinsel. Im Rahmen des Kranichschutzes sind die Ergebnisse zur Raumnutzung von größter Bedeutung für die Landschaftsplanung.

Markierung eines estnischen Kranichs
Günter Nowald (rechts), Thomas Fichtner (Mitte) und Volker Günther besendern einen Jungkranich auf Saaremaa (Estland).
beringter und besenderter Kranich
Ein markierter Kranich. Man erkennt deutlich die Antenne des Senders aus dem Gefieder ragen und den Alu-Vogelwartenring am rechten Bein.
 
   

 
Frequenzen aktiver Kranichsender nach oben

Liebe Kranichfreunde und Ornithologen mit einem Receiver, liebe Funkamateure,

nachfolgend finden Sie eine Aufstellung der Frequenzen [MHz] aktiver Kranichsender. Sie empfangen ein pulsierendes "Beepen" (etwa 1 Beep/Sek.). Bitte senden Sie Ihre Peilungen an das Kranich-Informationszentrum - herzlichen Dank!

Frequenzen deutscher Kraniche:

2007: 148,024 - 148,044 - 148,2023 - 148,211 - 148,215 - 148,314 - 148,322 - 148,332 - 148,335 - 148,379 - 148,4914 - 148,514 - 148,644 - 148,690

2008: 148,013 - 148,0635 - 148,081 - 148,090 - 148,1025 - 148,142 - 148,304 - 148,5034 - 148,534 - 148,544 - 148,5933 - 148,660 - 148,670 - 148,855 - 148,964

2009: 148,053 - 148,243 - 148,353 - 148,394 - 148,403 - 148,463 - 148,475 - 148,584 - 148,632 - 148,774 - 148,783 - 148,793 - 148,823 - 148,942 - ­148,951 - 148,994

2010: 148,037 - 148,069 - 148,113 - 148,163 - 148,293 - 148,443 - 148,453 - 148,624 - 148,703 - 148,724 - 148,744 - 148,754 - 148,835 - 148,981

2011: 148,053 - 148,149 - 148,192 - 148,223 - 148,261 - 148,283 - 148,370 - 148,434 - 148,564 - 148,5730 - 148,615 - 148,652 - 148,763 - 148,804 - 148,865 - 148,896 - 148,915 - 148,974 - 150,529

2012: 148,274 - 148,555 - 148,733 - 148,784 - 148,713 - 148,422 - 148,683 - 148,124 - 148,363 - 148,922 - 148,232 - 148,178 - 148,171 - 148,000 - 148,889 - 148,343 - 148,133 - 148,841 - 148,483

Frequenzen estnischer Kraniche:

2007: 149,503 - 149,524 - 149,551 - 149,574 - 149,602

2008: 149,205 - 149,221 - 149,254

2009: 149,314 - 149,324

Frequenzen schwedischer Kraniche:

2012: 151.605 - 151.615 - 151.635 - 151.645 - 151.665 - 151.675 - 152.145
Die schwedischen Sender sind aktiv in der Zeit von 10:00-12:00 Uhr. Die Sendezeit kann auf Anfrage modifiziert werden.

 
   
   
Kranichschutz Deutschland
 

 

 Projektträger:

NABU


WWF

 Unterstützt durch:

Lufthansa Umweltförderung

   
 
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Dokument zuletzt bearbeitet am 30.10.2012

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