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| Odin |
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| Achat mit
Sender |
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Odin und Achat sind Kranichgeschwister aus
dem Kranichrevier Augzin/Techentin bei Goldberg (Kreis Parchim).
Seit 1995 wurden in diesem Revier insgesamt 11 Jungvögel
gefangen und markiert. Die Fangaktion für Odin und Achat
unterschied sich jedoch erheblich von den vorherigen. Am 21.06.2004
um 18:30 Uhr suchte das Fangteam das Brutrevier der Kranichfamilie
mit Fernglas und Spektiv ab. Ohne Erfolg! Auf der Wiese und
dem Getreide war nichts von den Kranichen zu sehen. Es wurde
entschieden, sich direkt am Waldrand, in der Nähe des
Brutplatzes, verdeckt zu postieren. Irgendwann mussten Odin
und Achat mit ihren Eltern zum Brutplatz zurückkehren.
40 Minuten vergingen und es waren immer noch keine Kraniche
zu sehen. Geräusche von raschelndem Laub und die Warnrufe
einiger Singvögel, waren im Wald zu vernehmen. Das 4-köpfige
Fangteam, in 50m Abständen aufgereiht wie auf einer Perlenkette,
konnte im Dunkel des Waldes nichts entdecken. Den Blick zurückgewandt
auf die Wiese erbrachte Unglaubliches. Die Kraniche spazierten
zwischen den Fängern hindurch vom Wald auf die Wiese.
Sofort griffen sich die Läufer die Jungvögel Odin
und Achat, die kaum Zeit hatten zu reagieren. Die Eltern kreisten
warnend über dem Fangplatz, aber ohne Erfolg. Neben Sendern
bekamen Odin die Kombinationen blau-schwarz-blau/rot-grün-schwarz
und Achat blau-schwarz-blau/gelb-schwarz-weiß. Bei Nachkontrollen
im Juni wurde die Familie immer wieder im Wald geortet und
war mindestens bis zum 06.07.04 im Brutrevier.
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| violett=Odin, türkis=Achat |
Noch schaut die Antenne des Senders aus dem
Rückengefieder von Achat heraus. Bald wird er sie mit
dem Schnabel in die Federn eingeputzt haben.
Am 03.08.04 wurden sie erstmals, gemeinsam
mit weiteren 240 Kranichen, am Kranichsammel- und Rastplatz
Langenhägener Seewiesen bei Goldberg entdeckt. Hier verbrachte
die Familie täglich bis zum 05.10.04 gemeinsam mit etwa
2000 Kranichen die Nacht. Danach zogen Odin und Achat mit
der ersten großen Zugwelle in Richtung Süden ab.
Beide wurden erstmals am 18.10.04 am Lac Auzon-Temple nahe
des Lac du Der Chanteqog beobachtet (auch am 19.10.04). Später
zog die Familie weiter über die Pyrenäen bis in
die Extremadura, wo sie erstmals am 01.12.04 in der Nähe
von Obando gesehen wurde (letzter Kontakt 04.01.05).
Bis zum 25.01.05 hielt sich die Familie gemeinsam
bei Logrosán in der Provinz Cáceres auf. Während
des Heimzuges und im Sommer wurden die Geschwister nicht mehr
nachgewiesen. Um so erfreulicher war die Beobachtung am 08.10.05
bei Dömitz (Landkreis Ludwigslust, Mecklenburg-Vorpommern),
als beide Geschwister zusammen in einem Gruppe wieder gefunden
wurden. Achat konnte später mit einem Receiver am Lac
du Der Chantecoq (Haute-Marne, Champagne-Ardenne, Frankreich)
geortet werden (16., 17. und 21.10.05).
Wo Odin und Achat den Sommer verbracht haben,
bleibt ihr Geheimnis. Ganz traditionell überwintern die
beiden Geschwister in der Extremadura bei Obando/Navalvillar
de Pela (Provinz Badajoz). Tagsüber suchen sie in den
Dehesas am Canal de las Dehesas nach Nahrung, vor allem sind
es die Eicheln der Steineichen (letzter Kontakt: 18.01.06).
Heute, 06.03.06, gegen 11:15 Uhr,
ist Odin in einem großen Trupp mit weiteren 1.500 Kranichen
am Lac du Der Chantecoq (NO-Frankreich) eingetroffen.
Momentan sind viele Zugbewegungen zu beobachten. Die Zählung
der LPO ergab gestern einen Rastbestand von über 30.000
Kranichen.
Ein Dankeschön an alle Ableser (bzw.
„Peiler“) von Odin und Achat: V. Günther, E.
Hohl, C. Knospe, W. Mewes, S. Paris, L. Salgoero-Baez, M.G.
Calzado, A. Borschel, J.A. Alonso.
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