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Späte Winterflucht der Kraniche

31. Januar 2012

Berlin, Groß Mohrdorf – Seit Anfang der Woche ziehen wieder vermehrt Kraniche über Deutschland. Die Flugrichtung der V-förmigen Trupps lässt die Beobachter jedoch stutzen, denn sie fliegen nach Südwesten. „Viele Kraniche haben bei dem bisher sehr milden Winter in den norddeutschen Rastgebieten ausgeharrt“, berichtet NABU-Vogelschutzexperte Markus Nipkow. Die rapide sinkenden Temperaturen, der kalte Ostwind und die „frostigen Aussichten“ haben nun aber auch die letzten der Kraniche im Ostseeraum bewogen, den Weg in den Südwesten anzutreten.

Noch in der vorigen Woche waren bei aktuellen Zählungen in Niedersachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern insgesamt rund 15.000 überwinternde Kraniche beobachtet worden (in Niedersachsen mehr als 10.000, in Brandenburg rund 2.000, in Mecklenburg-Vorpommern etwa 3.000 und an der Landesgrenze von Sachsen-Anhalt und Thüringen 1.000 Vögel). Im Kranich-Informationszentrum sind gestern und heute bereits 130 Meldungen von ziehenden Kranichen eingegangen. Die Zugrichtung ist überwiegend Südwest und Süd. Bei dem aktuellen Kälteeinbruch treten diese Vögel nun „last minute“ die Winterflucht nach Frankreich an.

„Die Kälte ist ein wesentlicher Zugauslöser. Jetzt wird dieser aber zusätzlich durch eine nordöstliche Strömung unterstützt“, berichtet Günter Nowald, Leiter des Kranich-Informationszentrums. Die meisten ihrer Artgenossen befinden sich bereits seit einigen Wochen in den Überwinterungsgebieten in Frankreich und Spanien.
„Der Herbstzug ist wegen des milden Dezembers von zahlreichen Kuriositäten gekennzeichnet. Ein im Juni farbig beringter Kranich startete Ende Oktober mit seinen Eltern den Zug in den Süden. Vom 8. November bis 12. Dezember wurden die Vögel in Niedersachsen in der Diepholzer Moorniederung beobachtet. Danach zogen sie schon wieder in den Norden. Am 4. Januar wurden sie bei Günz im Landkreis Nordvorpommern angetroffen“, berichtet Nowald. Üblicherweise kehren die Vögel erst ab Ende Februar zurück in die Brutheimat.

 
   

 

„Vögel im Winter“ – Der traditionelle Projekttag an der Kranich-Grundschule Altenpleen

25. Januar 2012

Erwartungsvoll wurde das Team des Kranich-Informationszentrums von den Schüler/innen der Klassen 1a, 1b und 1c empfangen. Was wird wohl in den Kisten sein? Worüber wird man uns erzählen? Werden unsere Fragen alle beantwortet? Diese und andere Gedanken schossen den Kindern bestimmt durch den Kopf.

Aufgeteilt in kleinere Gruppen wurden verschiedene Stationen absolviert. In einem einführenden Vortrag mit vielen Vogelbildern von Carsten Linde präsentierten Dr. Günter Nowald und Norman Donner den jungen Vogelschützern Informationen über das Zugverhalten verschiedener Vogelarten und die Überlebensstrategien der Standvögel. An einer weiteren Station „kochten“ die Schüler gemeinsam mit Anja Nowald und Karsten Peter das Menü für die Wintergäste. Mit Kokosfett, Schweineschmalz, Sonnenblumenkernen, Rosinen, Haferflocken, Erdnüssen und anderen Leckereien wurden die „Meisenglocken“ gefertigt.

Dabei erfuhren die Kinder mehr über die Lieblingsspeisen von Amsel, Kohlmeise, Blaumeise, Rotkelchen und Co, welche Arten das Futterhaus aufsuchen und wer von den gefiederten Freunden unter Büschen nach Nahrung sucht.

Hier gab es auch schon mal aufregende Berichte der Kinder über eigene Beobachtungen der letzten Tage. Kohl- und Blaumeise, Haus- und Feldsperling machten das Rennen aber auch Rotkehlchen und Amseln waren dabei. An einer weiteren Station bearbeiteten die Kinder gemeinsam mit Ihren Klassenlehrerinnen, Frau Breske, Frau Deeth und Frau Sührig die Arbeitsblätter zum Thema „Vögel im Winter“. Sollte jemand demnächst im Amtsbereich Altenpleen in den Gärten mehr „Meisenglocken“ als sonst sehen, ist vielleicht die/der eine oder andere von den Erstklässlern der Kranich-Grundschule dafür verantwortlich.


Schulkinder bereiten Winterfutter für Vögel vor

Die große Kochrunde – womit werden die Meisenglocken gefüllt? (Foto: Dr. Günter Nowald)


Schulkinder beim Rätseln

Und wer frisst Erdnüsse? (Foto: Dr. Günter Nowald)


Schulkinder beim Basteln

Mit Schere und Kleber werden die Infoblätter zum Thema „Vögel im Winter“ bearbeitet.
(Foto: Dr. Günter Nowald)

 
   

 

Weihnachtsgruß

23. Dezember 2011

Liebe Kranichfreunde, Förderer, Gäste und Mitarbeiter,

die meisten Kraniche haben uns in Richtung Süden verlassen und ein erfolgreiches Kranichjahr neigt sich dem Ende zu. Wir möchten uns bei Ihnen für Ihre großartige Zusammenarbeit und Unterstützung bedanken.

Weihnachtsgruß 2011

Das Team des Kranich-Informationszentrum wünscht Ihnen besinnliche Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

 
   

 

Das ideale Geschenk finden Sie hier!

9. Dezember 2011

Die besinnliche Weihnachtszeit hat begonnen und Heiligabend rückt näher. Für ihre Lieben, Freunde, Verwandten und Bekannten finden Sie sicher das ein oder andere Geschenk in unserem Shop. Verschiedene Bildbände, Kalender, Poster, DVDs und schöne Accessoires sind genau das Richtige für lange Winterabende und als Einstimmung für das kommende Kranichjahr mit Empfehlung des Weihnachtsmannes.

Buch - Zauber der Kraniche

Buch „Zauber der Kraniche“

Buch - Kranichbegegnungen - Kranichwelten

Buch „Kranichbegegnungen - Kranichwelten“

Buch - Kraniche - Vögel des Glücks

Buch „Kraniche - Vögel des Glücks“

DVD - Kranichreise durch Europa

Neu: DVD „Kranichreise durch Europa“

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Noch mehr Geschenkideen finden Sie in unserem Kranich-Shop.

Betriebsbedingt erfolgt kein Versand zwischen dem 20.12.11 und dem 08.01.12.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

 
   

 

Ein Kranich-Duett zum 1. Dezember

5. Dezember 2011

Im Sommer waren die Superstrolche der Groß Mohrdorfer Kita noch die „Tester“ für ein neues Spiel von Kranichschutz Deutschland (NABU, WWF, Lufthansa Umweltförderung). Zu diesem Zeitpunkt war die erste Version eines Kranich-Memo-Spiels in Handarbeit fertig.

Kranich-Duett ist ein Gedächtnis- und Lernspiel für 2–6 Personen ab 3 Jahren. Das Spiel enthält 48 Karten (24 Bildpaare). Die Motive des renommierten Kranichfotografen Carl-Albrecht von Treuenfels zeigen die 15 Kranicharten, die heute auf der Welt verbreitet sind. „Über die jungen Kranichfreunde aus der Kita haben wir in der Testphase im Sommer gelernt, ob die gewählten Motive eindeutig von den Kindern zuzuordnen sind“, informiert Dr. Günter Nowald, Leiter des Kranich-Informationszentrums in Groß Mohrdorf.

Heute übergibt er den Superstrolchen die ersten ausgelieferten Spiele. Ziel ist, so viele Bildpaare wie möglich zu sammeln. Dabei erlernen die Spieler gleichzeitig die verschiedenen Arten dieser großen und eleganten Vogelfamilie. Da das Spiel Konzentration und Gedächtnis verlangt, empfiehlt sich, mögliche Störquellen wie Radio, Fernseher, Telefon und Handy abzuschalten. Von Großeltern bis zum Enkel haben hier alle die gleichen Chancen. Die 48 Karten werden mit der Bildseite nach unten so auf dem Tisch ausgelegt, dass jede Karte sichtbar ist und sich mit keiner anderen überlappt. Der jüngste Spieler beginnt. Jeder Spieler darf zwei Karten aufdecken und zwar so, dass alle Personen die Bilder gut sehen können. Alle werden sich die aufgedeckten Bilder und deren Position auf dem Tisch merken. Sobald ein Spieler mit dem Aufdecken der ersten Karte die dazu passende zweite Karte findet und aufdeckt, kann er das Paar behalten. Dies darf er solange fortsetzen, bis ihm das nicht mehr gelingt. Gewonnen hat, wer die meisten Kartenpaare einsammeln konnte. Ein ideales Spiel für die Adventszeit!

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Kranichfreunde

Gespannt blicken die kleinen Kranichfreunde und Marietta Will auf Dr. Günter Nowald, der noch einmal an die Spielregeln vom neuen „Kranich-Duett“ erinnert. (Foto: Anja Nowald)


Kinder spielen das Kranich-Duett

Das Spiel beginnt - sofort starten die jungen Kinder und sammeln eifrig Kranichpaare. (Foto: Anja Nowald)

 
   

 

Rückblick zur 4. Tagung der Eurasischen Kranicharbeitsgruppe in Volgograd, Russland

21. November 2011

Nachdem im Oktober 2010 die Tagung der Europäischen Kranicharbeitsgruppe erfolgte, trafen sich nun wieder 88 Kranichschützer und –forscher aus 16 Nationen in Volgograd, Russland. Die Eurasische Kranicharbeitsgruppe hatte vom 11.-16.10.2011 zur Internationalen Konferenz “Cranes of Palearctic: Biology, Conservation, Management (in memory of Academician P.S. Pallas)” eingeladen. Besondere Themenschwerpunkte bildeten die Populationsentwicklungen der verschiedenen Kranicharten Asiens (Grauer Kranich, Jungfernkranich, Mandschurenkranich, Mönchskranich, Schneekranich, Weißnackenkranich) und Europas (Grauer Kranich) sowie die Auswirkungen der Jagd, der Landwirtschaft und des Klimawandels auf die Kranichbestände in den Brut-, Rast- und Überwinterungsgebieten (siehe Liste der 58 Vorträge und 6 Poster am Ende des Beitrages).

Die Jagd auf Kraniche ist in allen an der Tagung teilnehmenden Ländern gesetzlich verboten (Aserbaidschan, Armenien, Tschechei, Frankreich, Deutschland, Holland, Iran, Kasachstan, Kirgisistan, Russland, Spanien, Turkmenistan, Türkei, Ukraine, USA, Usbekistan). Die illegale Jagd auf Kraniche findet aber trotz empfindlicher Geldstrafen (bis zu 6.500 US $) in zahlreichen Ländern Asiens statt. Aufgrund der Wilderei ist die westliche Population des Schneekranichs praktisch komplett erloschen. Die durch Auswilderungsprojekte gestützte Population wird auf unter 15 Individuen geschätzt. Die östliche, am Poyang See in China überwinternde, Schneekranich-Population zählt etwa 3.000 Vögel (=Weltbestand). Eine außerordentliche Trockenheit im Gebiet hatte im letzten Jahr zur Folge, dass der Nahrungserwerb (Wasserpflanzen, Vallisneria) der Kraniche nicht in ihrem angestammten Biotop, im flachen See, erfolgte, sondern erstmals auf landwirtschaftlichen Nutzflächen. Aufgrund der schlechten Nahrungsverfügbarkeit verzögerte sich der Heimzug. Dies hatte letztlich einen negativen Einfluss auf die Reproduktion dieser stark bedrohten Kranichart.

Bild aus einem Vortrag zum Thema: Problem of Crane Illegal Hunting in Uzbekistan

Illegal erlegter Grauer Kranich in Uzbekistan – aus dem Vortrag: Problem of Crane Illegal Hunting in Uzbekistan. (Foto: Maxim Mitropolskiy)

Wegen der Trockenheit wurde auch die nur etwa 300 Individuen zählende Population des Schreikranichs in Nordamerika dezimiert. Aufgrund von Nahrungsmangel starben im letzten Winter 23 Vögel in Aransas, Texas (8 % der Weltpopulation). Eine langanhaltende Trockenheit mit einem entsprechenden Verlust von Feuchtgebieten hat auch den Überwinterungsbestand des Grauen Kranichs im Iran reduziert. In den 1990er Jahren überwinterten hier noch 8.000 Kraniche, heute sind es nur noch 4.000 Individuen.

Wie groß der Einfluss der Landwirtschaft und damit der Nahrungsverfügbarkeit auf die Population von Kranichen ist, zeigt sich an zahlreichen Beispielen. Kanadakraniche haben in Nordamerika und Graukraniche in West- und Zentraleuropa einen erfreulich positiven Bestandstrend. In Russland (westlich des Urals) hat der Graukranichbestand nach dem Zusammenbruch der Landwirtschaft in den 1990er Jahren zunächst abgenommen. Heute zeigt sich ein positiver Trend mit einer Verlagerung des Zugweges.

Unter den Teilnehmern waren auch Delegationen aus Deutschland, Frankreich, Holland, Spanien und Tschechien von der Europäischen Kranicharbeitsgruppe. Die Präsentationen sind als Artikel im 574 Seiten umfassenden Tagungsband veröffentlicht worden. Während der Tagung wurden mehr als 20 Resolutionen zum Schutz der Kraniche in Eurasien verabschiedet.
Mit den Exkursionen nach Pallasovka, zum Elton Nature Park (Salzsee, Rastplatz für bis zu 500 Jungfernkraniche und 400 Graukraniche) und zum Bogdinsko-Baskunchakskiy State Nature Reserve endete die Tagung.

Denkmal zu Ehren des Forschers Simon Pallas

Feierlichkeiten zum Gedenken an den deutschen Forscher Peter Simon Pallas, der in den 1770er Jahren in der Wolga-Region naturkundliche Expeditionen durchführte und hier u.a. auch den Schneekranich beschrieb. (Foto: Dr. Günter Nowald)


Schulkinder auf der Informationsveranstaltung

Während der Exkursion wurde auch eine Informationsveranstaltung für einheimische Schulkinder in Elton durchgeführt. (Foto: Dr. Günter Nowald)


Teilnehmer der 4. Tagung der Eurasischen Kranicharbeitsgruppe

Tagungsteilnehmer vor der Universität von Volgograd. (Foto: Dr. Günter Nowald)

Liste der Vorträge:

  1. George Archibald. Crane Conservation in the World/
  2. Günter Nowald, Hartwig Prange, Wolfgang Mewes. Cranes and People. Crane Conservation in Europe.
  3. Anatoly Kovshar, Elena Ilyashenko. Crane Conservation and Research in the North Eurasia.
  4. Alexander Sorokin, Anastasia Shilina, Yuri Markin, Alexander Ermakov, Yuri Zatsepin.  Flight of Hope Project – Siberian Crane Reintroduction
  5. Victor Belik, Elena Guguyeva, Vitaly Vetrov, Yuri Milobog. The Demoiselle Crane in the Northwestern Caspian Lowland: Distribution, Number, and Breeding Success.
  6. Vasily Chernobai. The Demoiselle Crane: Catastrophe in the Low Volga River in Volgograd Region.
  7. Nadezhda Kiseleva, Sergei Bakka. Dynamics of the Common Crane Number in Kamsko-Bakaldinskiye Marshes under Anthropogenic Impact
  8. Vladimir Melnikov. The Common Crane the Ivanovo Region: Distribution, Number, Pre-migratory congregations
  9. Svetlana Korkina. Current Status of the Common Crane in the Penza Region
  10. Alexei Estafiev. Key Factors Influencing the Breeding Success of the Common Crane in the European Northeast of Russia.
  11. Wolfgang Mewes. Population Development of the Common Crane in Germany and Their Use of Different Breeding Sites
  12. Hartwig Prange. Increase of the Common Crane Population Number in Europe and Changes on the West-European Flyway
  13. Olga Strelnikova, Nadezhda Bogomyakova. The Siberian Crane in Yugra (West Siberia): Past, Present, Future.
  14. Inga Bysykatova, Gary Krapu, Nikolai Germogenov. New Data on Distribution and Abundance of the Siberian Crane (Grus leucogeranus) in Coastal Tundra in Interfluve  Between the Syalah and Khroma Rivers (Northeastern Yakutia)
  15. Gary Krapu, Inga Bysykatova, David Brandt, Nikolai Germogenov. Annual Distribution, Abundance, and Other Traits of Sandhill Cranes That Breed in Russia
  16. Victor Degtyarev, Anatoly Pshennikov, Vasily Okoneshnikov. Preliminary Assessment of the Hooded Crane Status and Wetland Structure Along Siberian Crane Eastern Population in the Middle Aldan River Basin.
  17. Sergei Bukreev. Materials on the Cranes of the Mongolia
  18. Eugeni Bragin. Common and Demoiselle Cranes in Turgai Region (Kazakhstan) at the End of 20th and the Beginning of 21th Centuries.
  19. Elchin Sultanov, Takhir Kerimov, A. Mamedov. Results of Current Crane Researches in Azerbaijan.
  20. Eugeni Vilkov. Ecology of Demoiselle and Common Cranes in Dagestan
  21. George Archibald. Conservation of the Rarest of Cranes, the Whooping Crane
  22. Anastasia Shilina, Alexander Sorokin, Yuri Markin, Alexander Ermakov. The Siberian Crane Reintroduction: The Past, Present and Future
  23. Valentin Ilyashenko. About the Common Crane Systematic
  24. Dmitry Politov, Elena Mudrik. Molecular Genetic Markers and Their Application in Population Studies and Gene pools conservation of cranes
  25. Elena Mudrik, Tatiana Kashentseva, Dmitry Politov. Genetic Identification of Different Crane Species by Microsatellite Loci
  26. Maria Goncharova, Anna Klenova, Tatiana Kashentseva, Kirill Postelnykh. Start of Voice Breaking of Demoiselle Crane Chicks
  27. Sergei Winter, Yuri Markin, Wolfgang Mewes. Geographical Variability of Egg Size and Some Morphological Parameters of the Common Crane
  28. Maxim Mitropolskiy. Morphometric Characteristics of Crane Humeral Bones
  29. Günter Nowald. Foraging Strategy of Common crane Families in Their Breeding Territories: Effects of Food Availability on Habitat Use
  30. Maria Vladimirtseva, Inga Bysykatova, Sergei Sleptsov. Social Interrelations Between Siberian and Sandhill Cranes
  31. Kirill Postelnykh, Tatiana Kozhanova, Tatiana Kashentseva. Some Data on the Siberian Crane Mating Behavior in Captivity 
  32. Tatiana Kashentseva, Natalia Bebikh. Traumas Influence on Crane Breeding in Captivity
  33. Olga Rozdina. Crane Diseases in the Moscow Zoo
  34. Alexander Artemiev. Common Crane Congregations on the Outskirts of Olonets Town (Republic of Karelia)
  35. Dmitry Korobov. The White-naped Crane Migration Through Khanka-Razdolnaya Plain  (Primorskiy Region, The Russian Far East)
  36. Polina Redchuk, Valentin Serebryakov. The Common Crane Migration in the Ukraine
  37. Valentina Toropova, Sergei Kulagin. Crane Migration in Kyrgyzstan
  38. Eugenia Lanovenko, Ekaterian Filatova, Alexander Filatov, Eduard Shernazarov. About Crane Migration Through South Uzbekistan in the Beginning of 21th Century 
  39. Eldar Rustamov, Nikolai Efimenko, Valentina Marochkina, A. Amanov. Dynamics of Common Crane Numbers on Main Flyways and Wintering Grounds in Turkmenistan
  40. Alexander Sorokin, Eugenia Lanovenko, Yuri Markin, Maxim Mitropolskiy, Anastasia Shilina, and Ekaterina Filatova. Common Crane Count at the Wintering Grounds in Uzbekistan in 2011
  41. David Brandt. Capture Techniques for North American Gruidae: The Past, Present, and Future
  42. Vladimir Andronov, Rimma Andronova. Results of Rare Crane Species marking in Amur Region
  43. Nadezhda Kiseleva, Sergei Bakka, Elena Ilyashenko, Kirill Postelnykh. Results of Crane Capture and Banding in Nizhniy Novgorod
  44. Alexander Sorokin. Cranes and Hunting
  45. Vladimir Andronov. Impact of Spring Hunting to Cranes in the Russian Far East
  46. Oleg Goroshko. Cranes and Hunting – Problem in Dauria (Transbaikalia)
  47. Maxim Mitropolskiy. Problem of Crane Illegal Hunting in Uzbekistan
  48. Eugeni Bragin. Hunting Influence on Cranes in Kazakhstan
  49. Victor Degtyarev.  Impact of Hunting and Poaching on Waterbird Resources in Central Yakutian Plain and Adjacent Areas
  50. James Dubovskiy. Sandhill Crane Hunting in North America: When it is Allowed and How it is Managed
  51. Gary Krapu. Use of Satellite Telemetry to Guide Management of the Mid-Continental Population of Sandhill Cranes
  52. Sadegh Sadeghi Zadegan. Best Practices and Lessons Learned of the UNEP/GEF Siberian Crane Wetlands Project
  53. Yuri Markin. Estimation of Crane Damage to Agriculture
  54. Oleg Goroshko. Experience on Decreasing Crane Damage to Agriculture in Their Pre-migratory Congregations in Dauria (Transbaikalia)
  55. Yuri Andryuschenko. The Demoiselle Crane on Agricultural Lands in the Ukraine
  56. Günter Nowald, Wolfgang Mewes. Agriculture and Cranes in Germany
  57. Jose Migel Pueyo Soler et al. Management of the Common Crane Populations Wintered in Spain (Gallocanta Lagoon – Aragon Region and “Zona Centro” – Extremadura Region)
  58. Petr Lumpe. Farmers Attitude to Cranes in Chez Republic

Posterpräsentationen:

  1. Andrei Averin. The Crane Status in the Jewish Autonomous Region  
  2. Pavel Amosov. Cranes in the Vicinity of Baskunchak Lake
  3. Sergei Winter, Yuri Andryuschenko. Repeated Clutches of Cranes in Europe
  4. Lyubov Malovichko. Causes of Crane Death in the Stavropol Region
  5. Petr Lumpe, Marketa Tichakova. Common Crane Habitats in Northwest Border of Area
  6. Vladimir Sarychev. Current Status of the Common Crane in the Basin of Upper Don River
 
   

 

Besuch der Kranich Grundschule Altenpleen

30. Oktober 2011

Am 27.Oktober besuchte die Klasse 1A der Kranich Grundschule aus dem Nachbarort Altenpleen das Kranich-Informationszentrum in Groß Mohrdorf, um ihr Namenstier aus nächster Nähe zu sehen.

Stürmisch und voller Erwartung betraten die Kinder das Kranich-Informationszentrum. Mit großer Begeisterung betrachteten die Schüler die - wie sie sagten - „ausgestopften Kraniche“ in der Vitrine, wobei diese nicht ohne Fettflecken blieb.

Nach dem den Kindern die natürlichen Feinde des Kranichs, wie Mink, Rotfuchs und der in den letzten Jahren eingewanderte Marderhund vorgestellt wurden, ging es daran sich mit den Fähigkeiten des Kranichs zu messen. Mit einer Pinzette pickten die Schüler Mais vom Kolben und lasen Weizenkörner aus der Schale auf. Dabei stellte sich heraus, dass die Kinder pro Minute ein bis zehn Körner schafften, während der Kranich bis zu achtzig Körner pro Minute picken kann. Während die einen pickten, fühlten die anderen Knirpse, welche für den Kranich bekömmliche Nahrung wohl in den fünf Tastsäckchen verborgen sei. Mais- und Weizenkörner, Schneckenhäuser, Eicheln und eine Plüschmaus enthüllten die Lehrerin Frau Breske und ihre Kollegin sowie Anja Nowald, Mitarbeiterin des Kranich-Informationszentrums.
Anschließend stellte die Umweltpädagogin Sonja Hoppstädter anhand einer Power Point Präsentation den Graukranich vor und testete dabei zugleich das bereits ausführliche Wissen der Erstklässler.

Schüler der Kranichgrundschule lauschen dem Vortrag

Sonja Hoppstädter zeigt weitere Kranicharten. (Foto: K. Peter)

Diese erfuhren, dass es außer dem Ihnen bekannten Graukranich noch 14 weitere Kranicharten auf der Welt gibt, wie z.B. den Kronenkranich mit seiner imposanten Federkrone und der Klunkerkranich, außerdem stellten die Kinder per Zollstock fest, dass die Meisten von ihnen schon größer als ein Kranich sind. Dann tauchte plötzlich Kranichmarionette Kalle neben Frau Nowald im Garten auf und die Kinder versuchten sich schnell zu merken, welche Ringkombination er an seinen Beinen trägt.

Die Schüler beim Malen

Die Schüler der 1a beim Malen der Ringkombination von Kranich „Kalle“. (Foto: K. Peter)

Das anschließende Kranichquiz entwickelte sich zu einem kleinen Wettstreit. Es galt, die von der Lufthansa gesponserten Süßigkeiten zu gewinnen. Die Jungs konnten sich kaum auf den Stühlen halten und die Mädels waren recht pfiffig in ihren Antworten.
Zum Abschied gab es für jedes Kind einen Origamikranich in der Farbe ihrer Wahl.

Preisübergabe an die Schüler

Gutgelaunte Kinder bei der Übergabe der kleinen Preise. (Foto: K. Peter)

 
   

 

21. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Kranichschutz Deutschland

26. Oktober 2011

Im Fokus der diesjährigen Tagung der Arbeitsgemeinschaft Kranichschutz Deutschland vom 21. bis 23. Oktober stand das Themenfeld „Kraniche und Landwirtschaft“. Gleichzeitig wurde das Jubiläum „20 Jahre Kranichschutz Deutschland“ gefeiert. Nach der Anreise zum Tagungshotel Kaiserhof in Kelbra (Kyffhäuser) wurde den 107 Teilnehmern am Abend des 21.10. durch Bildervorträge der Naturpark Kyffhäuser (von Frau Karmen Rosenstock, Naturparkverwaltung Kyffhäuser) sowie das Biosphärenreservat Südharz (von Dr. Holger Piegert - Biosphärenreservat Südharz) vorgestellt.

Die offizielle Eröffnung der Tagung erfolgte am 22. Oktober durch Thomas Neumann (Leiter Naturschutzstelle Nord der Umweltstiftung WWF Deutschland), Lutz Laemmerhold (ehem. Leiter der Umweltförderung der Lufthansa AG), Prof. Hartwig. Prange (Präsident der Europäischen Kranicharbeitsgruppe) und Dr. Günter Nowald (Geschäftsführer der Kranichschutz Deutschland gGmbH) mit den Grußworten und Jubiläumsansprachen an die Teilnehmer. Im Anschluss wurden die aktuelle Bestandsentwicklung und der Bruterfolg des Kranichs in den verschiedenen Bundesländern sowie Beringungs- und internationale Projekte thematisiert. Am Nachmittag des Tages standen die Themen Zug und Rast der Kraniche in Deutschland und Europa sowie mögliche Konflikte mit der Landwirtschaft im Fokus.

Während der Tagung wurden von den Teilnehmern verschiedenen Resolutionen zum Kranichschutz verabschiedet. Die Exkursionen zum Abendeinflug der Kraniche zum Helmestausee und in die Region des Kyffhäusers gaben den Teilnehmern abschließend einen guten Einblick in einen der größten deutschen Binnenrastplätze der Kraniche.

Teilnehmer Kranichtagung 2011

Teilnehmer der 21. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Kranichschutz Deutschland in Kelbra. (Foto: N. Donner – hochaufgelöste Version herunter laden)

 
   

 

Kranich „Kalle“ auf der Spur...

8. Oktober 2011

Mit den RangerInnen Uwe Sonnefeld, Nadja Poser, Anne Kettner und Henrike Möhler des Kranich-Informationszentrums auf Tour: „Guck mal wer da fliegt!“ hieß es am 4.10.2011 für die 3b der Kranichschule Altenpleen. Dreiundzwanzig Kinder, ihre Lehrerin Frau Peiser und die Referendarin Anne hatten sich an diesem Tag am Günzer See eingefunden um den Zug und die Rast der Kraniche hautnah zu erleben. „Als wenn man direkt davor stünde!“ meint Tom erstaunt als es durch das Fernglas blickt. Etwa hundert sich putzende und Mais suchende Kraniche konnten auf der Fläche beobachtet werden. Angelockt wurden sie von ausgestreuten Maiskörnern, die von Mitarbeitern des Kranich-Informationszentrums als Ablenkfütterung ausgebracht hatte, um die „großen Grauen“ von den Neusaaten der Landwirte fernzuhalten.

Kinder beobachten Kraniche

Was fliegt denn da? Die jungen Forscher wollen es genau wissen. (Foto: Karlheinz Berg)


So konnten Knirpse und Besucher die Vögel in Aktion erleben und nebenbei auch noch viel über sie lernen. Zum Beispiel versuchen sie wie der Kranich Mais- und Weizenkörner mit einer Pinzette zu picken. 80 Körner schafft ein Vogel in der Minute… Ganz schön schwer das nachzumachen! Dafür ging das Eichelknacken schon viel leichter und machte den Kleinen wohl genauso viel Spaß wie den Kranichen in Spanien, wo die Korkeichenfrüchte die Hauptnahrung darstellen. Außerdem galt es das Beutespektrum des Kranichs zu ertasten, denn dieser frisst längst nicht nur Mais und Eicheln, sondern auch Schnecken, Käfer und vieles mehr. So kam es zu dem ein oder anderen Quietschen, wenn im Beutel eine (Plüsch-)Maus erfühlt wurde.

Kinder picken Körner wie ein Kranich

80 Körner pro Minute pickt ein Kranich. Schaffen das die Schüler auch?. (Foto: Karlheinz Berg)

Eine andere Aufgabe bestand darin die Ringe von „Kalle Kranich“ mit dem Fernglas zu erkennen und dann aufzumalen. Als Abschluss konnten die Kinder ihr Wissen noch mal bei einem kleinen Vortrag vertiefen und festigen, sodass das anschließende Quiz auch keine Hürde mehr war. Die Belohnung für die Aufmerksamkeit und Begeisterung der Klasse wurde schließlich mit einer kleinen Schatzkiste belohnt, von deren Inhalt – u.a. eine brandneue DVD über eine „Kranichreise durch Europa“ – die 3b bestimmt noch lange etwas hat. Alles in allem ein gelungener Tag für die Kinder der Kranichschule – ein spannender Tag im „grünen Klassenzimmer“, wo sie viel gelernt und erlebt haben. So ging es schließlich glücklich und zufrieden zurück in die Schule.

Bis zum nächsten Projekttag mit Kalle Kranich…

 
   

 

Frühe Herbstrast der Kraniche

20. September 2011

Anfang September wurden 3.705 Kraniche in der Region des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft erfasst. Dieser Rastbestand war nicht außergewöhnlich. Durch das schöne Wetter des vergangenen Wochenendes gab es für die Vögel ideale Reisebedingungen. Eine bemerkenswerte Zugwelle skandinavischer Kraniche erreichte die Region des „Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft“. So zählten Mitarbeiter von Kranichschutz Deutschland hier aktuell über 22.000 „Vögel des Glücks“, informiert Dr. Günter Nowald, Leiter des Kranichzentrums (NABU, WWF, Lufthansa Umweltförderung). Mit fast 14.000 Kranichen waren am Hauptschlafplatz etwa doppelt so viele Vögel wie im langjährigen Schnitt der letzten 15 Jahre – ein neuer Rekord. Der Höhepunkt der Herbstrast wird in der ersten Oktoberhälfte mit 40.-70.000 Kranichen erwartet. Die Rügen-Bock-Region ist damit einer der bedeutendsten Rastplätze Europas.

Wo die eleganten Zugvögel aktuell am besten zu beobachten sind, erfährt man in der Ausstellung des Kranich-Informationszentrums. Audiovisuellen Medien und zahlreiche Präparate sowie informative Schautafeln lassen jeden Gast in das Leben der beeindruckenden Großvögel eintauchen.

Kraniche fliegend

 
   

 
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Dokument zuletzt bearbeitet am 31.01.2012

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