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Strapazen durch Winterflucht und Geflügelpest

Kaum bricht in einem Geflügelbetrieb die Geflügelpest aus, geraten die Wildvögel, darunter auch die Kraniche, ins Visier der Schuldfrage. Dabei ist in den meisten Fällen unklar, ob das hochansteckende Virus nicht aus den Mastbetrieben selbst kommt. Eine Antwort, die wahrscheinlicher, aber unangenehmer ist. Eine seriöse Untersuchung der Infektionsursache in einem Betrieb wäre daher sehr wünschenswert, bleibt jedoch häufig aus.

Was jedoch unstrittig ist, ist dass die Wildvögel immer die Opfer eines Ausbruchs der Geflügelpest sind! Am Beispiel der Kraniche im Herbst war deutlich zu sehen, dass die individuelle Infektion rasch verlief und viele Glücksvögel kaum Zeit hatten, das Virus weit zu verbreiten. Nach etwa 48 Stunden waren sie zumeist verstorben. Über 40.000 tote Graukraniche sind in Deutschland, Frankreich und Spanien erfasst worden. Die Dunkelziffer bleibt unklar.

Die Kraniche, die die Geflügelpest überlebten, hatten es zudem sehr schwer. Sie meideten infizierte Artgenossen und flogen in dessen Folge extrem weitere Distanzen auf der Suche nach einem sicheren Ort. Viele Kraniche fanden diesen nur in der Brutheimat. Leider war ausgerechnet dieser Winter wieder ein normaler mit vielen Frosttagen und reichlich Schnee. Bei diesen Bedingungen finden Kraniche in ihrer Brutheimat zu wenig Nahrung, sodass viele von Ihnen Anfang Januar die Winterflucht antreten mussten.

Die Karte zeigt das Hin- und Her eines etwa sechs Monate alten Kranichs, der letztes Jahr mit einem GPS-Sender ausgestattet wurde. Geflügelpest und Winterflucht ließen ihn etwa 1.500 km mehr fliegen als nötig war. 

© Anne Kettner

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