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Wildtiere in der Natur lassen

© Beate Blahy

Während der wunderbare Kinderfilm "Conni - Abenteuer mit Kranich Klaus" vor wenigen Tagen in die Kinos gekommen ist, sind in verschiedenen Region Deutschlands wieder Kranichküken von ihren Eltern getrennt worden - mit dramatischen Folgen für die kleinen Wesen.

Leider werden jedes Jahr im Mai und Juni kleine Kranichküken durch hilfsbereite Menschen gefunden und mit nach Hause genommen. Erfolgt die Trennung der Küken von den Altvögeln zu früh, bedeutet dies eine Fehlprägung für die Kraniche, wodurch eine Wiederauswilderung unmöglich ist. Diese Kraniche müssen ein Leben lang in Gefangenschaft leben, obwohl ihre Eltern sie gar nicht allein gelassen hatten, sondern sich nur vor dem Menschen versteckten.

Schnell stellen die Finder der Kranichküken fest, dass sie mit dem Vollzeit-Job völlig überfordert sind und suchen sich bei uns Hilfe. So erreichten uns letzte Woche zwei kleine Kranichküken aus Niedersachsen. Eines war bereits so geschwächt, dass er  verstarb. Ein weiteres Küken wurde in Brandenburg an uns übergeben, so dass die Küken nun zumindest wieder zu zweit sind. Eine dauerhafte Bleibe soll nun im neuen NABU-Erlebniszentrum KRANICHWELTEN errichtet werden.

Während sich Conni in dem Kinofilm rührend um den verletzten Kranich "Klaus" kümmert, ist die Realität eine andere. Kraniche sind scheu und der Kontakt zu Menschen stresst sie teilweise so sehr, dass viele verletzte Kraniche den ersten Tag in menschlicher Obhut nicht überleben. Daher appellieren wir dringend an alle Spaziergänger da draußen:

Lassen Sie Wildtiere wie Kraniche, ob verletzt oder noch sehr klein, bitte in der Natur!

Lassen Sie uns aus der traurigen Geschichte vom Wal Timmy etwas lernen!

 

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