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Vernetzte Vielfalt
Projektübersicht

Kranichschutz Deutschland beteiligt sich an dem Verbundvorhaben Vernetzte Vielfalt an der Schatzküste im Hotspot 29 „Vorpommersche Boddenlandschaft und Rostocker Heide“ (Mecklenburg-Vorpommern). Das Vorhaben wird vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2026 von acht Organisationen umgesetzt. Hierzu gehören neben Kranichschutz Deutschland: BUND Landesverband M-V; Förderverein Nationalpark Boddenlandschaft; Michael Succow Stiftung; NABU Landesverband M-V; OSTSEESTIFTUNG (koordinierender Verbundpartner); Universität Greifswald, AG Nachhaltigkeitswissenschaft und Angewandte Geografie und WWF Deutschland, Ostseebüro.

© Ostseestiftung

Das Team des Verbundvorhabens plant gemeinsam mit regionalen Akteuren umfangreiche Maßnahmen zur Verbesserung der natürlichen Dynamik und der Vernetzung einzigartiger Biotope und Lebensräume im Hotspot 29 (siehe Karte). Langfristiges Ziel ist es, den Rückgang der biologischen Vielfalt im Projektgebiet durch das Zusammenspiel von intakten Lebensräumen mit vernetzten Biotopen und kommunaler Biodiversität zu verringern.

Mehr Informationen finden Sie auf der Projektwebseite: schatzküste.com

Kranichschutz Deutschland hat vier Aufgabenbereiche im Verbundvorhaben "Vernetzte Vielfalt": Renaturierung der Günzer Seewiesen, Ausstellung zur biologischen Vielfalt, Moor- und Insektenwelten.

 

Renaturierung der Günzer Seewiesen

Gemeinsam mit dem WWF D soll von 2021 bis 2023 die Renaturierung geplant und von 2024 bis 2025 umgesetzt werden. Der Günzer See, gelegen zwischen den Orten Buschenhagen und Günz und etwa 2 km von der Zingster Boddenkette entfernt, ist eine Niedermoorsenke mit einer Wasserfläche von ca. 16 ha. Der gesamte Polder ist ca. 500 ha groß, die ca. 125 ha große Seeniederung um den Günzer See ist als Vorhabensfläche ausgewählt. Die Günzer Seeniederung hat sich in den letzten Jahrzehnten und auch durch das KRANORAMA zu einem internationalen Beobachtungsplatz für rastende Vögel entwickelt.

Durch wasserbauliche Maßnahmen soll der Wasserstand im See und in den Niederungen angehoben werden, um so das Austrocknen des Niedermoors v. a. im Sommer zu verhindern. Kranichschutz D stellt hierfür die eigenen Flächen im Bereich des Günzer Sees zur Verfügung. Weitere Stakeholder, wie Flächeneigentümer, Landwirte, Wasser- und Bodenverband werden von Anfang an in die Planungsprozesse einbezogen und versucht für das Projekt zu begeistern.

Neben den baulich realisierten Gewässeränderungen wird ein dauerhaftes Managementkonzept entwickelt, das die Funktion des Niedermoores sicherstellt und Optimierungen erlaubt. Ein mit allen Beteiligten entwickeltes Bewirtschaftungskonzept klärt die Bewirtschaftbarkeit durch Landwirt*innen, berücksichtigt aber auch die Anforderungen für Kranichschutz und -beobachtung.

Seit Januar 2021 führt Kranichschutz Deutschland u. a. ein ornithologisches Monitoring durch, um die Vogelwelt vor und nach der Renaturierung zu dokumentieren.

© Anne Kettner
Ausstellung zur biologischen Vielfalt

In der Ausstellung des geplanten Besucherzentrums (Kranichzentrum mit Biodiversitätsausstellung) - direkt gegenüber dem KRANORAMA gelegen - soll eine Virtual Reality (VR) Animation die Besucher*innen in die Welt der biologischen Vielfalt entführen. Eigenständig können sie individuelle Expeditionen durch verschiedene Sphären erleben.

Die geplante VR Expedition soll „Lust auf Vielfalt“ erzeugen und die Besucher*innen in die Welten des Kranichs, des Niedermoores/Küstenmoores und der Insekten entführen:

  • Eine VR Sphäre Kranichwelten soll es Besucher*innen ermöglichen, sich inmitten unter Kranichen auf einer Nahrungsfläche der Kraniche zu befinden.
  • Die Sphäre der Niedermoore soll diesen bedrohten Lebensraumtyp in den Fokus stellen und die Bedeutung des Wassers in der Landschaft thematisieren.
  • Die Sphäre Insektenwelten gibt Einblicke in den „Mikrobereich“ der biologischen Vielfalt dieser geheimnisvollen Kreaturen.

 

Moor- und Insektenwelten

Im Außenbereich des geplanten Besucherzentrums wird ein ca. 150 m2 großes, künstliches Niedermoor die biologische Vielfalt „erfassbar - erlebbar - begehbar“ machen und für Moorrenaturierungen im Zeichen des Klimaschutzes werben. An den Lebensraum Moor schließen sich, ebenfalls draußen, „Insektenwelten“ an. Dabei kommen die Besucher*innen im Außengelände den kleinen Geschöpfen ganz nahe und können zum Beispiel mit Experimenten entdecken, wie Insekten sich orientieren.  

 

Ansprechpartnerin

Falls Sie Fragen oder Anregungen zu einer der vier Maßnahmen von Kranichschutz D im Verbundvorhaben haben, können Sie sich gerne an die Projektverantwortliche Anne Kettner wenden. 

© Kranichschutz Deutschland 2017-2020

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