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Kranichwelten - Eine Reise mit den Vögeln des Glücks durch Europa 24. April 2014

Kranich scheucht einen anderen KranichDer ZOOLOGISCHE GARTEN MAGDEBURG lädt Sie am Freitag, den 25.04.2014 um 17:00 Uhr zur musikalisch umrahmten Bildershow „Kranichwelten - Eine Reise mit den Vögeln des Glücks durch Europa“ ein. Lassen Sie sich von Dr. Günter Nowald in die Welt der Kraniche auf ihrem westlichen Zugweg entführen. Wir starten die Reise von den traditionellen Überwinterungsgebieten in der rauen Extremadura im Südosten Spaniens und ziehen mit den Vögeln des Glücks zunächst zur malerischen Laguna de Gallocanta nördlich von Madrid. Verweilen Sie etwas später an den großen Rastplätzen in Arjuzanx im Südosten Frankreichs oder am Lac du DerChantecoq.

Folgen Sie den charismatischen Kranichen an verschwiegene Plätze in Mecklenburg-Vorpommern und Schweden und tauchen Sie mit ein in die heimliche aber faszinierende Brut und in die aufwendige Aufzucht der Nachkommen.

 
   

 
Jungkraniche mit GPS-GSM-Sender erkunden Norddeutschland 13. April 2014

Blacky, Wölkchen und Sunny haben die Mitarbeiter des Kranich-Informationszentrums die drei Kraniche, die im vergangenen Jahr erstmals mit einem GPS-GSM-Sender ausgestattet wurden, genannt. Alle drei Jungkraniche sind nach ihrer Überwinterung in Spanien (Blacky & Wölkchen) und Frankreich (Sunny) gesund und munter wieder nach Deutschland zurückgekehrt.

Die fast einjährigen Jungkraniche verbringen den Sommer zusammen in kleinen Trupps mit anderen Nichtbrütern. Während Wölkchen in Mecklenburg-Vorpommern – der Heimat aller drei Kraniche – ist, befindet sich Blacky in Sachsen-Anhalt nahe Wolfsburg und Sunny in Brandenburg (nahe Wittstock).

Aufstellung des Kranich-Info-Mobils (KIM)

Die Sender der drei Pionierkraniche zeichnen im 10 bis 30 Minutentakt den Standort der Glücksvögel auf, wodurch sich Schlafplätze, Reviere, Zugrouten und vieles mehr erforschen und damit schützen lässt. Auch in diesem Jahr sollen wieder drei Kraniche mit einem solchen Sender ausgestattet werden. Informationen zur Unterstützung des Projektes finden Sie unter: http://www.kraniche.de/Start/Foerderer.shtml (Live-Projekt-Projekt-Patenschaft).

Aktuelle Berichte über Blacky, Wölkchen und Sunny finden Sie regelmäßig auf unserer Facebook-Seite. Zum Lesen der Berichte müssen Sie sich übrigens nicht extra bei Facebook registrieren – einfach auf folgenden Link klicken: https://www.facebook.com/kranichschutz.

 
   

 
Unterwegs mit Kranichen – eine fotografische Reise durch Europa 19. März 2014

Collage aus KranichfotosUnter diesem Titel präsentiert der Fotograf, Dieter Damschen, am 22.03.2014, um 20:00 Uhr eine Bildershow im Kranich-Informationszentrum in Groß Mohrdorf. Fasziniert von den Kranichen ist der 43 jährige seit vielen Jahren den Tieren mit der Kamera auf ihren Stationen durch Europa gefolgt. Dabei entstand eine Vielzahl eindrucks- und stimmungsvoller Aufnahmen, in den verschiedenen Jahreszeiten und Lebensräumen.

Die Fotos stammen aus dem Winterquartier in Spanien, vom Frühjahrszug nach Skandinavien, den Norddeutschen Brutgebieten und den großen Ansammlungen im Herbst, in Mecklenburg Vorpommern, sowie im Linumer Bruch. Neben den teilweise preisgekrönten Aufnahmen von Kranichen eröffnet der Vortrag einen Blick hinter die Kulissen und kombiniert Informationen über die Vögel mit unterhaltsamen Begebenheiten zur Entstehung der Bilder.

Seit 2003 lebt und arbeitet der gebürtige Niederrheiner im Niedersächsischen Wendland als freier Naturfotograf. Arbeitsschwerpunkt ist neben dem Kranich die Norddeutsche Natur. Im Jahr 2007 erhielt er den Titel "Naturfotograf des Jahres" der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen und er ist Mitglied des Projektes Wild Wonders of Europe.

Weitere Vorträge im Kranich-Informationszentrum

 
   

 
Mobiler Info- und Beobachtungsstand für Kranichtouristen (KIM) wieder in Aktion 17. März 2014

Seit 09:14 Uhr (17.03.2014) steht das Kranich-Info-Mobil (KIM) wieder auf dem Parkplatz am Günzer See. Kranich-Ranger sind täglich an Bord (meist von 10:00-16:00 Uhr, Änderungen möglich). Vielfältiges Informationsmaterial, Spektive, Ferngläser aber auch Bücher und Zeitschriften gehören zur Ausstattung. Aber vor allem kann man von hier aus die berühmten Kranichtänze bestens beobachten. Die Tänze sind Ausdruck innerer Erregung - mitunter lässt sich ein ganzes Kranich-Ballett beobachten, wenn aufgrund von Stimmungsübertragung weniger Paare dutzende Vögel anfangen, gemeinsam zu tanzen. Die phantastischen Tanzfiguren sind geprägt durch Sprünge, Verbeugungen, Flügelschlagen, Zickzackläufe, Imkreisrennen und Prahlhandlungen. Zu den fast 1.000 Kranichen kommen noch Seeadler und hunderte Gänse (Saat-, Bläss-, Graugänse) und Enten (Pfeif- und Stockenten) hinzu.

Aufstellung des Kranich-Info-Mobils (KIM)

KIM ist ein umgebauter und jetzt sehr schmucker Bauwagen. Aus dem beheiztem Wagen lassen sich die „Vögel des Glücks“ bestens beobachten. (Foto: Dr. Günter Nowald, 17.03.14, 09:14 Uhr)

Kranichschutz Deutschland (NABU, WWF, Lufthansa Umweltförderung) hat mit Unterstützung durch die Kur und Tourismus GmbH Zingst das Kranich-Info-Mobil, kurz KIM, konzipiert und bauen lassen. Das Projekt wurde zudem gefördert durch die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung (NUE) und durch die Ingrid und Wilfried Hoppe-Stiftung Naturschutz.

Wo Sie die Kraniche am besten beobachten können, erfahren Sie in der Ausstellung des Kranich-Informationszentrums in Groß Mohrdorf, täglich geöffnet von 10 bis 16 Uhr, der Eintritt ist frei. Sie sind herzlich willkommen!

 
   

 
Folgen Sie unseren Kranichen auf Facebook! 10. März 2014

Perfektes Zugwetter sorgt für viel Flugverkehr am Günzer See und „Wettflug“ bei Wölkchen und Blacky

Bei perfektem Zugwetter sind Hunderte Vögel des Glücks an der Fütterungsfläche am Günzer See gelandet – und auch gestartet. Am Sonntag waren so teilweise fast 1.500 Kraniche gleichzeitig bei der Nahrungssuche.
Erfreulich ist auch, dass sich Wölkchen wieder gemeldet hat. Sie liegt jetzt nur noch 280 Kilometer hinter Blacky zurück und befindet sich 95 Kilometer NO von Bordeaux. Ob sie Blacky noch überholen wird und früher in Deutschland eintrifft? Ich werde Euch über den Ausgang des „Rennens“ berichten, Euer Sunny.

Kranichschutz Deutschland hat im Rahmen des Vertragsnaturschutzes einen Landwirt beauftragt auf der Wiese bei Günz Weizen auszustreuen. So können hier täglich 500-1500 Kraniche bei ihren Balztänzen beobachtet werden. Die Vögel können hier störungsfrei Energie für den Weiterzug und für die bevorstehende Brutsaison tanken.

Etwa 4 Kilometer entfernt ist das Kranich-Informationszentrum in Groß Mohrdorf. Hier kann man in das Leben der charismatischen Vögel eintauchen – herzlich willkommen in der Ausstellung, tgl. 10:00-16:00 Uhr.

Wettflug der Kraniche

Perfektes Zugwetter sorgt für viel Flugverkehr Günzer See. (Foto: Dr. Günter Nowald, 09.03.14, 17:39 Uhr, Daten: Kranichschutz Deutschland „Live-Projekt“, http://kraniche.de/Kontakt/FoerdererLnk.shtml#Live-Projekt)

 
   

 
Nahrungsengpass im Winter - Futter für Amsel und Co. 28. Februar 2014

Gemeinsam mit der Kranichgrundschule in Altenpleen hat das Kranich-Informationszentrum der schönen Tradition folgend mit den ersten Klassen am 20. Februar den Projekttag „Vögel im Winter“ durchgeführt.

Wissenswertes zu Zug- und Standvögeln sowie zur Vogelfütterung im präsentierte Dr. Nowald mit einer interessanten Powerpoint Präsentation. Es begann mit einem kleinen Streifzug durch das Jahr, immer kombiniert mit der Frage, welches saisonale Futterangebot für Vögel im Angebot ist. Da lag natürlich auf der Hand, dass einige Vögel bei einer geschlossenen Schneedecke kaum Nahrung finden, und daher in den Süden ziehen. Als Beispiele nannten die Kinder den Weißstorch und den Graukranich.

Die Benennung der Vogelarten, die man am heimischen Futterhäuschen beobachten kann, war da schon ein bisschen schwerer. Doch die die Blau- und Kohlmeisen oder Rotkehlchen erkannten fast alle. Manche konnten auf den Bildern sogar Kernbeißer, Buntspecht und eine weibliche Amsel bestimmen. Besonders beeindruckt waren die Kinder vom Sperber, den nur wenige für einen Adler hielten. Doch an dem charakteristischen Schnabel und den scharfen Krallen konnten doch alle Kinder den Greifvogel sehen. Die verschiedenen Schnabelformen zum Zerkleinern von Kernen oder eher weicherer Kost wie Obst wurden an den Bildern ebenfalls gezeigt. Zu guter Letzt konnten die Kinder ihr neu erlerntes Wissen mit einem Arbeitsblatt unter Beweis stellen. Zielsicher ordneten sie Haferflocken, Rosinen, Nüsse, Weizen und Sonnenblumenkerne den Vögeln zu, für die dieses Futter das Passende ist.

Schüler beim Basteln

In der ganzen Klasse wird fleißig ausgeschnitten und aufgeklebt. (Foto: Dr. Günter Nowald)

Die Theorie wurde im Kunstraum in die Praxis umgesetzt. Hier war eine „richtige Küche“ eingerichtet. In etlichen Schalen lagen Nüsse, Getreide, Kerne und Rosinen bereit, die zunächst von den Kindern bestimmt werden sollten. Anschließend wurden die verschiedenen Nahrungsmittel in den mitgebrachten Behältern (z.B. Margarinebecher) gemixt, und mit verflüssigtem Kokosfett zusammengeklebt. Ein kleines Weidenstöckchen als Sitzgelegenheit soll den Vögeln das Herauspicken der Körner bequemer machen.

Schüler bestimmen Vögel

Noch mal ein bisschen Theorie, bevor das Mixen losgeht - die Schalen stehen schon bereit. (Foto: Dr. Günter Nowald)

An einer dritten Station vertieften die Kinder die Thematik mit ihren Lehrerinnen Frau Heinrich, Frau Günther und Frau Tarrach. Hoffentlich bleibt den Kindern dieser Tag in Erinnerung, sodass sie in den kommenden Wintern unsere schönen Vögel mit gesunden Leckereien unterstützen.

Winterfutter für Singvögel

Die Früchte der Arbeit - guten Appetit liebe Vögel! (Foto: Dr. Günter Nowald)

 
   

 
Frühjahrszug hat begonnen! 13. Februar 2014

Sie sind auf dem Rückzug! Am Nachmittag des 7. Februar konnten Beobachter der Crane Working Group Frankreich drei nordwärts ziehende Trupps mit je etwa 300 Kranichen beobachten. Auch in Deutschland wurden an diesem Tag erste Zugbewegungen gen Osten gemeldet (Region Burgwedel, Celle, Niedersachsen, ca. 70 Tiere).

Zahlreiche Beobachtungen gingen anschließend am vergangenen Sonntag, dem 9. Februar 2014 auf der Homepage von Kranichschutz Deutschland ein: Am Vormittag wurden in Wiesbaden-Hainerberg (Hessen) immer wieder kleinere Trupps von 28, 75 oder 120 Tieren Richtung Ostnordost ziehend beobachtet. Die Vögel flogen dabei in Höhen zwischen 700 und 750 m und erreichten durch Aufwindbedingungen und Rückenwind Geschwindigkeiten von schätzungsweise 50-60 km/h. Am selben Tag wurden etwas weiter nördlich in Asbach (Rheinland-Pfalz) ca. 100 Kraniche Richtung Nordost fliegend und laut rufend beobachtet. Weitere Meldungen ziehender Graukraniche in östliche Richtung stammen aus Braunschweig, Niedersachsen (Kranichtrupps von 80 bis 150 Tieren, Daten von unserem Kooperationspartner ornitho.de).

In Mecklenburg Vorpommern gibt es bisher keine Meldung ziehender Kraniche, doch die gute Wetterlage mit südwestlicher Windrichtung, einigen Sonnenstunden und Temperaturen von über 5 °C spricht für eine baldige Ankunft der Vögel des Glücks. Wir freuen uns auf die gefiederten Frühlingsboten und wünschen gute Zugbedingungen!

Melden Sie Ihre Beobachtungen bitte möglichst über ornitho.de – vielen Dank.

Fliegende Kraniche

Nur noch eine Frage der Zeit: erste Zugtrupps von Kranichen in Mecklenburg-Vorpommern. (Foto: Ulrich Bolm-Audorff)

 
   

 
Kranichschutz Deutschland weist Aussage des Bauernpräsidenten entschieden zurück 16. Januar 2014

Kranichschutz Deutschland kritisiert die unsachlichen Aussagen des Präsidenten des mecklenburgischen Bauernverbandes Rainer Tietböhl, die am 09. Januar im Nordkurier dargestellt werden, auf das Schärfste. Dass Folgart im Beitrag "Biber und Kranich geht es an den Kragen" selbst den Abschuss von Kranichen, Schwänen, Wölfen oder Bibern in Erwägung zieht, ist skandalös. Ein Populationsmanagement mit Hilfe der Jagd als Naturschutzmaßnahme zu verkaufen, ist eine Frechheit.

Kraniche sind national und international geschützt. Die nicht sachlich dargestellte Forderung einer möglichen Dezimierung des Bestandes, ist auf das Schärfste zu verurteilen. Die „Vögel des Glücks“ sind nicht nur ein Symbolvogel für den Naturschutz, sondern ein Segen für den Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Touristiker sprechen von der "5. Jahreszeit“, da die Kraniche zu Beginn des Herbstes noch einmal Tausende Touristen in das Land locken. Ende des Sommers sind die Strände der Ostsee, die Müritzregion und die vielen Hotels oftmals verwaist. Mit den Kranichen kommen dann nochmals zahlreiche Gäste aus ganz Deutschland und den Anrainerstaaten in die Regionen, um dass Naturschauspiel des Vogelzuges zu bewundern. Die Gästebetten sind so wieder gefüllt.

Das Szenario möglicher wirtschaftlicher Einbußen durch nahrungssuchende Vögel auf Feldern ist übertrieben. Tatsächlich sind Schäden bei frischen Saaten vermeidbar, solange Ackerflächen mit Getreide- oder Maisstoppel vorhanden sind. Bereits im letzten Jahrhundert hat Kranichschutz Deutschland (NABU, WWF, Lufthansa Umweltförderung) zahlreiche Studien in Mecklenburg-Vorpommern zur Wahl der Nahrungshabitate und zur Nahrungsverfügbarkeit durchgeführt. „Getreide- und Maisstoppelflächen wirken wie starke Magneten auf Kraniche. Die Präferenz von Mais ist so stark, dass Neusaatflächen fast automatisch geschützt sind“, informiert Dr. Günter Nowald, Geschäftsführer von Kranichschutz Deutschland. Nicht beerntete Getreide- und Maisfelder werden in der Regel nicht aufgesucht. Falls doch einmal Kraniche auf einer Neusaat Nahrung suchen, sind diese einfach zu vergrämen. Bei einem geeigneten Alternativangebot, nämlich Stoppelfelder, bleiben die meisten Vögel dann auch der Neusaat fern. Einen großen Schaden verursachen die Vögel dann jedenfalls nicht. Durch die falsche Darstellung versucht Tietböhl nur, Kompensationen für mögliche Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen einzuklagen.

 
   

 
Neue Informationen von ornitho, Partner von Kranichschutz Deutschland 12. Januar 2014

Kraniche auf neuen Wegen? Gemeinsame Auswertung der ornitho-Portale Deutschlands, Luxemburgs, Österreichs, der Schweiz und Italiens veranschaulicht möglichen neuen Zugweg

Der Durchzug der Kraniche gehört zu den besonders beeindruckenden Naturschauspielen, die sich hierzulande erleben lassen. Selbst ornithologisch eigentlich wenig interessierte Menschen erfreuen sich an den laut rufenden Keilformationen, die vielerorts in Deutschlands alljährlich vor allem von Februar bis März sowie von September bis November beobachtet werden können. Der europäische Kranichzug lässt sich dabei in zwei Routen unterteilen. Der baltisch-osteuropäische Zugweg führt Kraniche im Herbst aus Finnland, dem Baltikum, Polen und Teilen Russlands zu den großen Rastplätzen der Ungarischen Tiefebene. Von dort fliegt ein Teil der Vögel westlich über den Balkan und Sizilien bis nach Tunesien, während andere Kraniche über die Türkei bis nach Israel und von dort weiter bis nach Äthiopien ziehen. Den westeuropäischen Zugweg nutzen im Wesentlichen Kraniche aus Mitteleuropa und Skandinavien sowie in den letzten beiden Jahrzehnten zunehmend auch aus den baltischen Staaten, Finnland und Weißrussland. Ihre wichtigsten Winterquartiere liegen in Frankreich und Spanien.

Kraniche auf neuen Wegen von Ungarn nach Frankreich?

räumliche Verteilung von ZugmeldungenVor allem Mitte Oktober sowie Anfang und Mitte November 2013 zogen zehntausende Kraniche von den großen Rastplätzen in der Rügen-Bock-Region, Linum/Nauen oder der Diepholzer Moorniederung im Norden Deutschlands auf den beiden traditionellen Zugstraßen über Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Luxemburg bzw. Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Luxemburg in Richtung der Rastgebiete in Frankreich.

Abseits dieser engen Zugkorridore machen sich Kraniche recht rar, so auch bislang im äußersten Süden des Landes. Das ändert sich offenbar seit 2011, als  während des Herbstzuges in Bayern rund 5.000 Individuen und im Jahr darauf noch einmal mehr Kraniche beobachtet wurden. Im Herbst 2013 wiederholte sich das Schauspiel erneut auf eindrucksvolle Weise: Am 1. November wurden von Österreich kommen viele Tausend Kraniche gemeldet, die über das südliche Bayern und Baden-Württemberg zogen und am 2. November schließlich in der Schweiz eintrafen und dort für das stärkste Auftreten von Kranichen überhaupt sorgten.

Hintergrund dieses verstärkten Auftretens ist möglicherweise eine neue Zugroute der auf dem baltisch-osteuropäischen Zugweg wandernden Kraniche. Denn seit den 2000er Jahren werden auch in Norditalien in zunehmender Anzahl westwärts ziehende Kraniche gemeldet. Im Herbst 2011 kam es dann erstmals zu einem Massenzug von mehreren Tausend Kranichen von Ungarn kommend über Österreich, Südbayern und die Schweiz bzw. über Österreich und Norditalien nach Frankreich (Camargue) und somit in die Überwinterungsgebiete der auf dem westeuropäischen Zugweg wandernden Kraniche. Ausgelöst wurde dieser starke westwärts gerichtete Zug vermutlich durch eine anhaltende Ostwetterlage Anfang November 2011. Im Jahr darauf wiederholte sich dieses Schauspiel ebenso wie 2013 bei steigenden Anzahlen – und ohne markante Ostwetterlagen. Welche Mechanismen hinter dieser Entwicklung stehen und ob sich die neue Zugroute langfristig etablieren wird, werden detailliertere Analysen und vor allem die kommenden Jahre zeigen.

Im Rahmen unseres Rückblickes auf den Herbst 2013 in der Januar-Ausgabe von Der Falke werden wir u.a. auf diese spannende Entwicklung näher eingehen. Wir danken dem Aula-Verlag für die freundliche Genehmigung, einen Auszug aus dem Text sowie die untenstehende Karte bereits jetzt veröffentlichen zu dürfen.

Das Beispiel zeigt einmal mehr die zahlreichen neuen Möglichkeiten, die das europäische Netzwerk der Online-Portale u.a. zur Beschreibung und Erforschung des Phänomens Vogelzug bietet. Partner in diesem neuen Netzwerk sind für Luxemburg und Deutschland ornitho.lu bzw. ornitho.de.

Wir danken den vieler Tausend Melderinnen und Melder in Deutschland, Luxemburg, Österreich, der Schweiz und Italien, ohne die solche aktuellen und faszinierenden Einblicke nicht möglich wären!

Christopher König, Johannes Wahl
ornitho.de
Gilles Biver, Patric Lorgé
ornitho.lu
Norbert Teufelbauer
ornitho.at
Hans Schmid
ornitho.ch
Roberto Lardelli
ornitho.it
Miriam Hansbauer, Rüdiger Dreyer, Günter Nowald
AG Kranichschutz Deutschland
 
   

 
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Dokument zuletzt bearbeitet am 24.04.2014

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